"Gemeinsame Sache"
 
Diese Seite dient ab März 2020 der gemeinsamen Sache der Bürger und ihrer Probleme. Hier werden Dinge thematisiert, die irgendwie auffällig sind und über die man nachdenken sollte, weil sie schnell zur gemeinsamen Sache werden können.
 


21.03.2020

Corona verändert alles!

Die  ganze Welt ist momentan wegen eines Virus aus den Fugen geraten. Und weil die Ansteckungsgefahr so groß ist, werden die Einschnitte ins Leben der Bürger immer gravierender. Firmen, Geschäfte und Gastronomien sind geschlossen und ab dem 21.03.2020 gilt ein Ansammlungsverbot für mehr als 5 Personen. Viele Familien und Einzelpersonen leben quasi in einer Art Quarantäne. Alle Sportveranstaltungen sind abgesagt und die vielen Menschen, die sonst solche Veranstaltungen besuchen, wissen plötzlich nichts mit sich anzufangen. Natürlich wird auch im Fernsehen nichts über Sport berichtet, was sich verschärfend auswirkt. Seit Mitte voriger Woche haben viele Familien wieder mehr Zeit für sich und die Kleinen. Papa ist wegen Auftragsmangel beurlaubt, Mutter wird auch nicht auf der Arbeit gebraucht, die Kita und die Schule sind zu, der Verein hat alle Übungsstunden abgesagt und die Beerdigung der Nachbarin sowie der Geburtstag eines Freundes finden im engsten Familienkreis statt. Überall nix los! Doch nein, die Sache hat auch eine erfreuliche Seite. Vater und Mutter stehen nun als Spielkameraden der Kinder und bei den digital übermittelten Hausaufgaben zur Verfügung. Daran müssen sich viele Familien aber erst gewöhnen, weshalb es zu Stresssituationen kommen kann. Der Bestand an Karten- und Gesellschaftsspielen ist oftmals gering und "Mensch ärgere dich nicht" kann man täglich auch nur höchstens drei Stunden spielen. Mutter macht die Hausarbeit und kocht, aber Vati steht ja zur Verfügung. Heute hat er schon dreimal im Spiel gewonnen. Nun haben die Gören keine Lust mehr. >>>mehr

     
15.03.2020

Die Sache mit der gemeinsamen Sache

Die gemeinsame Sache ist eigentlich etwas Positives, weil es von "sich einer Sache gemein machen" kommt, was ein berechtigtes Anliegen vieler Personen sein kann und was man gemeinsam verfolgen möchte. Es ist das Gegenteil von "eine Sache gemein machen".

Man hört aber auch immer wieder, dass jemand mit Anderen "gemeinsame Sache machen" will. Dann bekommt es gleich einen ganz anderen Anstrich. Oft steckt dahinter etwas Anrüchiges, Hintertriebenes oder Fragwürdiges - etwas Gemeines halt.

 

Wenn Personen gemeinsame Sache machen, um gar ihre Macht zu erweitern, die sie allein nicht hätten, so kann es zu grotesken Handlungen kommen. Meist wird die mögliche Zweckverbindung zunächst an Objekten getestet, die den Strategen eigentlich gar nichts bedeuten. Dann kommt der Hauptakt und mit populistischen Mitteln wird Aufmerksamkeit erzeugt, um den möglichen Erfolg der gemeinsamen Sache auskosten zu können.

Die gemeinsame Sache muss langfristig aber gar nicht unbedingt erfolgreich und dauerhaft sein. Sie dient oft nur einem einzigen Zweck, dann geht jeder wieder seiner Wege, als sei nichts gewesen. >>>mehr

     


 

Corona verändert alles

Die  ganze Welt ist momentan wegen eines Virus aus den Fugen geraten. Und weil die Ansteckungsgefahr so groß ist, werden die Einschnitte ins Leben der Bürger immer gravierender. Firmen, Geschäfte und Gastronomien sind geschlossen und ab dem 21.03.2020 gilt ein Ansammlungsverbot für mehr als 5 Personen. Viele Familien und Einzelpersonen leben quasi in einer Art Quarantäne. Alle Sportveranstaltungen sind abgesagt und die vielen Menschen, die sonst solche Veranstaltungen besuchen, wissen plötzlich nichts mit sich anzufangen. Natürlich wird auch im Fernsehen nichts über Sport berichtet, was sich verschärfend auswirkt.

 

Seit Mitte voriger Woche haben viele Familien wieder mehr Zeit für sich und die Kleinen. Papa ist wegen Auftragsmangel beurlaubt, Mutter wird auch nicht auf der Arbeit gebraucht, die Kita und die Schule sind zu, der Verein hat alle Übungsstunden abgesagt und die Beerdigung der Nachbarin sowie der Geburtstag eines Freundes finden im engsten Familienkreis statt. Überall nix los!

 

Doch nein, die Sache hat auch eine erfreuliche Seite

 

Vater und Mutter stehen nun als Spielkameraden der Kinder und bei den digital übermittelten Hausaufgaben zur Verfügung. Daran müssen sich viele Familien aber erst gewöhnen, weshalb es zu Stresssituationen kommen kann. Der Bestand an Karten- und Gesellschaftsspielen ist oftmals gering und "Mensch ärgere dich nicht" kann man täglich auch nur höchstens drei Stunden spielen. Mutter macht die Hausarbeit und kocht, aber Vati steht ja zur Verfügung. Heute hat er schon dreimal im Spiel gewonnen. Nun haben die Gören keine Lust mehr.

 

Vater und Sohn sind Eintracht-Fans und bestens für die Fan-Kurve ausgerüstet. Nun spielen sie ersatzweise Tipp-Kick mit den vier kleinen Flutlichtmasten. Gott sei Dank haben sie von Silvester noch Wunderkerzen für die Stimmung. Das gesparte Geld legt Vater in Spirituosen an, die dann ja auch weg müssen. Dazu braucht man auch die Abendstunden. So gerüstet bereitet man sich auf den persönlichen Anteil am zu erwartenden Baby-Boom vor.

 

Eine besondere Sternstunde ist die tägliche FACEBOOK-Sitzung, die man wegen seiner Laune gut bereichern kann. Leider sind mal wieder Leute unterwegs, die den Spaß nicht verstehen, den man selbst hat. Da muss man halt noch einen drauf setzen, bis das Maß voll ist!

 

In den letzten Tagen war immer wieder zu hören: "Die Hamster sind doch irgendwie krank!" In normalen Zeiten denkt man da an diese possierlichen Feldtiere, die Vorräte sammeln, um damit über den Winter zu kommen. Nun bezeichnet man Menschen so, die für sich und ihre Lieben überschwänglich vorsorgen. Fälschlicherweise wird das sogar deutschen Mitbürgern als typisch Deutsch angedichtet. Dabei leben Deutsche gar nicht mehr in Großfamilien oder gar Sippen. Der landestypische Bürger, Rentner oder die Rentnerin leben heute meist allein oder zu zweit und tragen ihre Einkäufe mit dem Körbchen nach Hause. Sie haben keine Kombis oder Sprinter, die sie bis unters Dach vollpacken können. Sie irren derzeit allerdings zwischen all diesen Hamstern im Großmarkt durch leere Regalzeilen auf der Suche nach Nudeln und Mehl.

 

Hamsterkäufe von Großfamilien füllen dagegen Kellerregale mit irren Mengen an Toilettenpapier und sie erhöhen damit gefährlich die Brandlast der Häuser, zumal ja auch noch ähnliche Mengen an Küchenrollen dazu kommen. Regalböden in Küchen biegen sich infolge großer Mengen Mehl und Konserven  durch und ein Dutzend Flaschen Sonnenblumenöl stehen dekorativ auf dem Küchenschrank. Die Gefriertruhen sind randvoll und es sieht in mancher Wohnung aus, wie früher in einem U-Boot vor dem Auslaufen.

 

Doch nun hat es das Familienoberhaupt einer Sippe erwischt! Vor Tagen stand er noch im Großmarkt und schickte seine Familienmitglieder zum Plündern in die Regalzeilen, heute liegt er mit Fieber darnieder. Es erwischt halt meist die Alten. In den drei Wochen häuslicher Quarantäne, die er hoffentlich überstehen wird, wird wohl ein Teil der Vorräte etwas abnehmen, die eigentlich für Monate galten. Nach und nach erreichen sie jedoch ihr Verfalldatum, bis auf das Toilettenpapier und die Küchenrollen, die angeblich eine unglaublich gute Kapitalanlage sind. Gekackt wird schließlich immer! Und zu Wischen gibt es stets genug. Wichtig ist vor allen Dingen, dass die Großfamilie wegen der Vorräte vollzählig bleibt.

 

Übrigens: Die echten Feldhamster kann man nach dem Winter wieder fröhlich über die Felder hoppeln sehen. So wird es hoffentlich auch all diesen Corona-Hamstern ergehen. Es war halt eine Ausnahmesituation...

Bald ist die angespannte Situation wieder rum und man ist mit seinen Hamsterkäufen allein. Schon jetzt denken viele mit Schrecken daran, dass sie für die Resteverwertung gar nicht so viele Rezepte und Möglichkeiten haben. Die Tafeln werden sich freuen, wenn man die Sachen bei ihnen dann abliefert, praktisch im Dienst der gemeinsamen Sache.

 

21.03.2020

 









Die Sache mit "der gemeinsamen Sache"

 

Die gemeinsame Sache ist eigentlich etwas Positives, weil es von "sich einer Sache gemein machen" kommt, was ein berechtigtes Anliegen vieler Personen sein kann und was man gemeinsam verfolgen möchte. Es ist das Gegenteil von "eine Sache gemein machen".

Man hört aber auch immer wieder, dass jemand mit Anderen "gemeinsame Sache machen" will. Dann bekommt es gleich einen ganz anderen Anstrich. Oft steckt dahinter etwas Anrüchiges, Hintertriebenes oder Fragwürdiges - etwas Gemeines halt.

 

Wenn Personen gemeinsame Sache machen, um gar ihre Macht zu erweitern, die sie allein nicht hätten, so kann es zu grotesken Handlungen kommen. Meist wird die mögliche Zweckverbindung zunächst an Objekten getestet, die den Strategen eigentlich gar nichts bedeuten. Dann kommt der Hauptakt und mit populistischen Mitteln wird Aufmerksamkeit erzeugt, um den möglichen Erfolg der gemeinsamen Sache auskosten zu können.

Die gemeinsame Sache muss langfristig aber gar nicht unbedingt erfolgreich und dauerhaft sein. Sie dient oft nur einem einzigen Zweck, dann geht jeder wieder seiner Wege, als sei nichts gewesen.

 

Gemeinsam einsam sein

 

An diesem Wortspiel kann man sehen, wie sich Gemeinsamkeiten auswirken können. Zu Zeiten des Corona-Virus und vieler Verordnungen, werden Menschen immer einsamer. Besucher bleiben aus, Mitbewohner von Wohnanlagen halten Abstand, zwischen Kindern und alten Menschen stehen plötzlich Wände, weil Risikogruppen Angst haben. In der Kommunalpolitik beschränken sich die Gremien nur noch auf notwendigste Kontakte und die Bürgermeisterin sitzt einsam am Telefon und vor dem PC, um sich den Bürgern bemerkbar zu machen. Verwaltungen testen das moderne Büro und Home-Office. Drucksachen und Formulare werden nicht mehr abgeholt, sondern herunter geladen. Wahlen mit Wahlkabinen werden bald komplett der Briefwahl weichen müssen. Beerdigungen werden nur noch im kleinen Kreis stattfinden können und Familienfeíern gänzlich gestrichen.

 

Schlangen vor den Einkaufszentren

 

In einigen Ländern werden nur noch eine bestimmte Anzahl von Kunden eingelassen und nachrücken kann man nur, wenn wieder Kunden den Ort verlassen haben. In den Läden machen wieder viele "gemeinsame Sache" und plündern die Regale in Erwartung einer noch größeren Katastrophe. Enorm, was man als gemeinsame Sache so alles machen kann.

 

Vernunft ist erforderlich

 

Wir Menschen müssen wieder erkennen, was nicht unsere eigene Sache, sondern auch unsere gemeinsame Sache ist. Keiner kann für sich allein existieren. Dazu ist unsere Welt bereits zu kompliziert. Bei der gemeinsamen Sache müssen wir uns auf Grundwerte konzentrieren und die Bedürfnisse aller im Blick behalten. Nur die, die sich eine Extrawurst braten wollen, machen "gemeinsame Sache" im negativen Sinn. Interessant ist später, dass es wieder mal keiner gewesen sein will.

 

15.03.2020