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Wir
sehen und hören oft zu schnell,
um
Dinge wirklich zu verstehen.
Wir
hören dabei, was wir hören wollen
und
verstehen, was wir verstehen wollen.
Wir
glauben danach,
was
wir glauben wollen.
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Wir nehmen viele Dinge um uns
herum wahr, machen uns jedoch um sie wenig Gedanken. Im schlimmsten Fall blicken
wir gar nicht durch, um was es überhaupt geht oder was damit in Wirklichkeit
beabsichtigt wird. So bleiben AHA-Effekte aus und der Alltag hat uns wieder. Im
Laufe der Zeit entsteht eine Art Gleichgültigkeit, die uns selbst Nachteile
bringt, weil wir erlauben, dass die falschen Leute am falschen Platz sind.
Hätten wir vorher durchgeblickt, so wäre es vielleicht nicht dazu gekommen.
Mit dieser Seite möchte ich zu AHA-Effekten beitragen.
Übersicht:
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Vom
"Beschließen" und vom "zur Kenntnis nehmen"
Nachdem
im Internet endlich die Sitzungsunterlagen für die Ausschusssitzungen und
die nächste Stadtverordnetenversammlung abrufbar sind, ist auch der
Beschlussvorschlag 1353/2010 einsehbar, mit dem den Stadtverordneten der Stadtleitbildprozess
vermittelt werden soll. Dabei wird deutlich, wie sich der Magistrat das
"Beschließen" und das "zur Kenntnis nehmen"
zurechtlegte. Es ist etwas unverständlich, dass die örtliche Presse eine Passage meines
Leserbriefes zu diesem speziellen Thema nicht übernahm, wo doch auch aus
Abgeordnetenkreisen zu hören war,
dass die Arbeitsergebnisse zur Kenntnis
genommen und noch gar nichts beschlossen werde. Umso wichtiger ist es, dass die Bürger
erfahren, wie die Sache wirklich zu verstehen ist.
>>>mehr
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An
den Regensburger Domspätzchen herumgespielt
Seit
ewigen Zeiten bezieht die katholische Kirche den Teufel als Mittel zur
Indoktrination ein und übt sogar dessen üble Praktiken aus. Eine seltsam
brüderliche Gemeinschaft schützt dabei die Abartigen unter ihnen vor dem
weltlichen Gesetz, so dass erst jetzt das ganze Ausmaß von Gewalt und
sexuellem Missbrauch an Schutzbefohlenen bekannt wird. Das Übel reicht
von Nord bis Süd, denn die Übeltäter wurden oft sogar mehrmals übers
ganze Land "verbannt", um an anderer
Stelle - ähnlich einer Epidemie - ungehindert weiter zu wirken. Immer stärker geraten die
absonderlichen
Verhaltensweisen der Kirchenmänner in den Fokus und die Suche nach
der Erklärung der Straftaten schließt auch den Zölibat mit ein. Handelt
es sich um die Auswirkung gestörter und nie ausgelebter Sexualität
infolge des Verzichts, den der Zölibat auferlegt? Werden
gleichgeschlechtliche Praktiken als Ausweg benutzt? Welche Rolle spielt
die Ausübung von Gewalt bei der sexuellen Befriedigung von
Geistlichen? Oder sollen gar die jungen Geschlechtsgenossen auf den
gleichen Pfad der abartigen Tugend gebracht werden?
>>>mehr
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Ist
Margot Kässmann eine Heilige?
Weite
Teile der Bevölkerung bedauern den Schritt von Landesbischöfin a.D. Margot
Kässmann, alle Ämter nieder zu legen. Wie nie ein kirchlicher
Vertreter zuvor stand sie für Zivilcourage und die Art, Dinge beim Namen
zu nennen. Keiner anderen Person in so exponierter Stellung außer
Kässmann hätte man den
Fehltritt verziehen, der ihre Karriere beendete. Es ist bedrückend, dass
gerade erzkonservative Kirchenkreise für den Druck sorgten, dem sie
letztendlich nicht standhielt. Heute werden Personen mit kleinen Fehlern
sympathischer empfunden als Moralapostel ohne Rückgrat. Margot
Kässmann gab vor, nach diesem Fehltritt nicht mehr die
Glaubwürdigkeit und die Autorität für ihr Amt zu besitzen. Deshalb
trete sie zurück. Diese Haltung kann man überhöht sehen und es
stellt sich die Frage, ob diese Begründung überhaupt glaubhaft ist? Wenn
sie ihren Rücktritt wirklich an der Alkoholfahrt festmacht, dann
hätte sie auch zurücktreten müssen, wenn sie nicht erwischt worden
wäre. Das ist allerdings schwer zu glauben und kratzt nun an der
Glaubwürdigkeit des Arguments. >>>mehr
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"Nun
löffelt mal die Suppe aus, die Ihr Euch eingebrockt habt!"
Nun
sind endlich die 12 wichtigsten Aktionen der Stadtleitbildes auf dem
Tisch, die am Dienstag, dem 23. Februar 2010 während der turnusgemäßen
Bürgerversammlung vorgestellt werden. Mit Spannung war das Ergebnis
erwartet worden, nachdem der Magistrat über die örtliche Presse täglich
so viel "Wind" machte. Was dabei herauskam, sind teilweise in
Wirklichkeit richtige "Windeier", wie sie aus Rücksicht auf
bestimmte Interessengruppen auch schon in der Lokalen Agenda enthalten
waren. Die neue Lösung heißt: Das finden von "Paten" für die
blumigen Einzelprojekte nach dem Motto "Nun löffelt mal die Suppe
aus, die wir Euch eingebrockt haben!" >>>mehr
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MAINTALER
STADTLEITBILDPROZESS |
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Die
"Daten-Fischer" und ihre Maschen
Internetnutzer
werden immer wieder von Betrügern heimgesucht, das ist hinlänglich
bekannt. Opfer sind in der Regel unbedarfte Menschen, die befürchten,
dass ihnen ein Recht oder eine Online-Funktion verloren geht. Mal ist es
der Verlust des E-Mail-Kontos bei T-Online, mal die Änderung des
Auftragslimits, eine Androhung oder eine vorgeschobene Servicemaßnahme.
Stets wird über vorgetäuschte Originalseiten versucht, Zugangsdaten,
Kennwörter und i-TANs zu ergattern, mit deren Hilfe dann das Konto über
eine falsche Überweisung abgeräumt wird. Inzwischen haben alle Banken
und Internet-Anbieter einen Service für solche Betrugsmaschen
eingerichtet. Diese ermitteln die Absender und leiten weitere Schritte
ein. Auch der Hinweis auf aktuelle Betrugsmaschen gehört dazu. Dennoch
finden die Betrüger immer wieder genügend Opfer. Meistens agieren sie
aus dem Ausland und sind nur schwer zu fassen. Der Geschädigte bleibt
meistens auf seinem Schaden sitzen. Umso wichtiger ist deshalb die
Information. >>>mehr
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Steuermoral
der Selbstanzeiger
Unsere
Gesellschaft hat sich in einem Staatswesen organisiert, das für Recht und
Ordnung sorgen und die Grundbedürfnisse der Bürger sicherstellen soll.
Von der Landesverteidigung bis zum Sozialwesen, der Gesundheit bis zum
Verbraucherschutz, vom Verkehrswesen bis zur Wirtschaft und den Finanzen -
dem Staat wurden vielfältige Aufgaben zentral übertragen. Die
Finanzierung dieses Paketes erfolgt über die Steuern und Abgaben. Alles
ist per Gesetz geregelt. Das ganze System funktioniert aber nur, wenn auch
alle Bürger und Firmen ihre Steuern korrekt bezahlen. Konzerne und
Unternehmer nutzen aber jedes sich bietende Steuerschlupfloch. Selbst
Parteien umgehen den Fiskus und unterhalten im Ausland schwarze Kassen. Die Steuermoral ist jedoch bei
den Wohlhabenden am schlechtesten, wie die vielen Selbstanzeigen verraten. Es
handelt sich bei den Selbstanzeigern jetzt aber nicht um reuige Steuersünder, sondern
vermutlich vielfach um kaltberechnende Täter mit Vorsatz im Schutz der
Politik. Es ist davon auszugehen,
dass zumindest in Hessen spendable Steuersünder geschont werden, wie die
Praxis zeigt. Warum auch nicht? Schließlich sind den Steuersündern in der Schweiz und in
Lichtenstein oft genug bestimmte Personen begegnet.
>>>mehr
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Mobilfunk-Skandal
Seit
einigen Jahren befassen sich Maintaler Ärzte, Fachleute, einzelne
Kommunalpolitiker und besorgte Bürger mit den Auswirkungen der immer
dichter werdenden Versorgung mit Mobilfunkstrahlung. Mit Vorträgen, Aufklärungsaktionen
und letztendlich zielgerichteter Arbeit in der Mobilfunkgruppe der Lokalen
Agenda Maintal kämpft die Gruppe um ein Konzept zur schonenden Versorgung
mit Mobilfunkstrahlung und um das Einsetzen wirklicher Prävention von Seiten
des Magistrats und der Fachabteilungen. Alle bisherigen Bemühungen
prallten von den Letzterwähnten ab, weil sie sich auf die trügerische
Sicherheit des amtlichen Strahlungs-Grenzwertes verlassen. Dieser ist
jedoch auf wissenschaftlich nicht haltbare Weise zustande gekommen, wie
Prof. Dr. Zimmer kürzlich ausführlich erläuterte. >>>mehr
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Die
FDP - der Kropf der Bundesregierung
In
unseren Landen entblößt die FDP immer ungehemmter ihr wahres Gesicht und
erfüllt zum Ärger der CSU den hohlphrasigen Koalitionsvertrag mit
lobbyistenfreundlichem Leben. Zuerst müssen mal die Spender befriedigt
werden. Blauäugig ist, wer etwas anderes erwartete. Kompromisslos wird
Macht demonstriert und ausgeübt, als gälte es einen kurzen heftigen
Rausch auszuleben. Dabei ist jedes populistische Mittel recht. Selbst der
Keil zwischen CDU und CSU wird munter vorangetrieben. Der Kitt, der alles
zusammenhält, ist die machtbesoffene Kanzlerin, die als einzige ehemalige
Ostdeutsche eine Rolle in der Regierung spielt. Der Rest möglicher
ostdeutscher Kandidaten für das Kabinett ist noch nicht ausreichend an
das hiesige vielschichtige Machtgefüge herangeführt. Das ist man erst,
wenn man begriffen hat, wie bundesdeutsche Politik funktioniert. Die FDP
beherrscht diese fragwürdige Kunst beeindruckend.
>>>
mehr
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Auf
den Zahn gefühlt
Bei
der Firma Degudent in Hanau stehen
Betriebsratswahlen an und die alte Diskussion um die Listenwahl entbrennt
neu. Nach dem Verkauf an einen amerikanischen Investor wurde damals ein
neuer Betriebsrat nach dem Persönlichkeitswahlverfahren installiert. Die
Erfahrungen mit diesem Betriebsrat veranlasste
vornehmlich die organisierten Betriebsangehörigen, bei der nächsten
Betriebsratswahl wieder zur früheren Listenwahl zurückzukehren. Das rief
eine Gruppierung auf den Plan, die eine zweite Liste aufstellte. Infolge
des verpassten Abgabetermins wurde die Liste nicht zugelassen. Daraufhin
soll diese Gruppierung die Belegschaft dazu aufgerufen haben, die
Stimmzettel ungültig zu machen um eine Wiederholung der Wahl zu
erzwingen. Rund 40% der Wahlberechtigten wählten die gültige Liste,
womit der Betriebsrat rechtmäßig gewählt war. Die alternative Liste
hatte das Nachsehen, weil man sich nicht mit den Regularien vertraut
gemacht hatte. Genau diese Gruppierung will nun erneut zur Wahl antreten
und nutzt die Personalführungsstrategie des Unternehmens aus, um ihr Ziel
zu erreichen. >>>mehr
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Korruptionsbekämpfung
treibt in Maintal herrliche Stilblüten
In
Maintal wurde eine Korruptions-Diskussion vom Zaum gebrochen, die nicht
abebben will. Viele Bürger wollen einfach nicht akzeptieren, dass noch
nicht einmal zur Weihnachtszeit kleine Aufmerksamkeiten und Zeichen des
Dankes an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen städtischer Einrichtungen
gegeben werden dürfen. Schuld daran dürfte ein Ethik-Seminar gewesen
sein, bei dem das Thema Korruption und Vorteilsgewährung in besonders
starkem Schwarz/Weiß-Denken zelebriert wurde. Die wirkliche Korruption
wird damit nicht eingedämmt oder minimiert, denn dazu gehört die
Bereitschaft, sich korrumpieren zu lassen. Das liegt im Wesen des
Einzelnen begründet oder ist nur eine Frage des Geldbetrages oder der
Gegenleistung. In den sozialen Bereichen der Stadt Maintal sind derartige
Maßnahmen völlig fehl am Platz. >>>mehr
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Tote
können nicht mehr aussagen
Die
Politik der alten Männer ist Gegenstand des Verfahrens gegen den
geständigen Waffenlobbyisten Karlheinz-Schreiber. Zumindest
zerrt er jetzt vornehmlich verstorbene Zeitzeugen ins Rampenlicht, um
ihnen den letzten Rest an einstiger Würde zu nehmen. Aber auch lebende
Politiker, wie Roland Koch geraten in die Nähe der
damaligen Praktiken, nachdem Schreiber das Verfahren thematisiert, wie die
CDU und die CSU jahrelang "Spenden" oder Schmiergelder so
portionierte, dass man sie nicht anmelden musste. Man bediente sich
angeblich der Namen Verstorbener, auch wenn diese nur aus Todesanzeigen
entnommen waren. So dürften auch die "jüdischen
Vermächtnisse" der hessischen CDU entstanden sein. Mit diesen
Geldern wurden und werden immer noch Wahlkämpfe bestritten und somit
Wahlergebnisse ermöglicht, die mit Anstand und Überzeugungskraft nicht
zu erzielen wären. >>>mehr
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Erika
Steinbach, die Vertriebenen und kein Ende
Millionen
Menschen auf der ganzen Welt wurden aus ihrer Heimat vertrieben und auch
in Zukunft wird das leider der Fall sein. Die Gründe sind sind ethnischer
Natur, Jahrhunderte langer Hass und Zwist zwischen Staaten oder
Volksgruppen. Hinzu kommt natürlich die Machtbesessenheit der Herrscher
und Politiker. Es macht keinen Unterschied, wo das passierte und wen es
betraf oder zukünftig betrifft. Das Ziel muss es sein, wirkungsvoll
aufzuklären und nach besten Kräften zu realisieren, dass Menschen auf
der ganzen Welt in ihrer Heimat bleiben dürfen und können, wenn sie das
wollen. Absolut kontraproduktiv ist es, das Rad der Geschichte
zurückdrehen zu wollen oder alte Ressentiments zu beleben. Mit dem
Zentrum gegen Flucht und Vertreibung setzt der Stiftungsrat "Flucht,
Vertreibung, Versöhnung" ein klares Zeichen. Die Vorsitzende des
Bundes der Vertriebenen (BdV) Erika Steinbach scheint jedoch
im Stiftungsrat zunehmend eine Unperson zu sein, wie der fortwährende
Konflikt zeigt. >>>mehr
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Magere
Charakterisierung Maintals in WIKIPEDIA
Vor
einiger Zeit war unsere Stadt in der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA noch
wesentlich besser charakterisiert und umfangreicher verlinkt als heute.
Natürlich müssen derartige Nachschlagewerke regelmäßig durchforstet
und editiert werden, damit sie bestimmten Ansprüchen gerecht werden. Im
Fall Maintal scheinen einige Personen sehr heftig geändert und gelöscht
zu haben. Das Ergebnis ist ein Maintal, in dem weder Kultur, noch ein
Vereinsleben stattfindet. Dafür ist das Thema Politik sehr stark
aufbereitet. Außer den geschichtlichen Seiten von Peter Heckert sind
keine Links mehr zu finden, auf denen sich Interessierte intensiver über
Maintal informieren könnten. So wurde auch der Link auf meine Seite
entfernt, die allerdings nicht immer die angenehme politische Seite
Maintals verdeutlicht. >>>mehr
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Kanzlerin
von Lummerland
"Das
ist ja eine schöne Scheiße", dürfte unsere Kanzlerin gesagt haben,
als sie vor der Wahl die Nachricht von Kundus erhielt und in die Augen des
Verteidigungsministers schaute. "Wenn Hessen so schauen, dann ist
doch wieder irgend etwas faul...", dürfte sie gedacht haben.
"Herr Jung, ich will jetzt gar nichts hören!", könnte der
entscheidende Satz gelautet haben, als sie ihn wieder in sein Ministerium
zurückschickte. Und Jung wird gedacht haben: "Gut, dass ich die
Berichte noch nicht gelesen habe..." und seinen Hessischen Förderer
angerufen haben, damit wenigstens er Bescheid weiß, dass etwas im Busch
ist. Die wahre und umfassende Nachricht hätte - wäre sie an die
Öffentlichkeit gelangt - den Grünen und der Linkspartei genutzt sowie
allen kritisch denkenden Wählern bei der richtigen Stimmabgabe geholfen.
Das galt es zu verhindern. Dafür brauchte man eine Strategie. >>>mehr
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"Legion
KUNDUS" wäre der treffende Name
Die
Bundeswehr führt in Afghanistan Krieg, das ist inzwischen Fakt. Noch
schlimmer: Sie tötet gezielt und außerhalb des eigentlichen Auftrages.
Das wirft die Frage auf, ob sich unter unserem Minister für
kriegsähnliche Handlungen Jung die Ziele bereits anders darstellten als
vom Bundestag abgesegnet. Der amtierende
Kriegsminister zu Guttenberg bekannte sich bereits dazu, dass es sich um
einen Krieg handelt und nicht um eine Verteidigung. Die Bombardierung rund
um die beiden Tanklastzüge war quasi eine "Vorwärtsverteidigung", wie man sie bisher nur von den Israelis und uns
Deutschen im Zweiten Weltkrieg kennt. Oder geht es beim
Afghanistan-Einsatz schlicht nur um die
Erprobung von Waffen und Strategien im Ernstfall, wie es einst bei der
Legion Condor der Fall war? Dann sollte man die Deutsche ISAF-Truppe auch richtig
bezeichnen. Was jetzt nach und nach ans Tageslicht kommt, ist nur schwer
mit dem Grundgesetz vereinbar. Was geht also wirklich in Berlin vor? Ein
Untersuchungsausschuss soll die Sache nun aufklären. >>>mehr
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Aus
der Schuldenfalle kommen wir nie mehr heraus
Der
Maintaler Haushalt 2010 steht vor der Verabschiedung. Was am Montag, dem
14.12.2009 auch immer beschlossen wird, es ist die gleiche Prozedur wie in
jedem Jahr. Auch wenn das Defizit noch so groß ist, Haushaltsposten
werden nur noch umgeschichtet und Beträge marginal verändert. Unter dem
Strich ist das Defizit unverändert groß. Das soll keine Schelte sein,
nur eine sachliche Feststellung. Wo kein Geld ist, kann man nicht
gestalten, es sei denn, auf Kosten der Nachfolgegenerationen. Maintal
befindet sich im Verschuldungstaumel. Diesmal aber mit Billigung der
Aufsichtorgane, denn bundesweit sind Schulden von oben herab verordnet.
Wie lange das noch gut geht, ist eine gute Frage.
>>>mehr
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Ersatz
für Straßenbeitragssatzung geplant
Der
Maintaler Haushaltsentwurf für 2010 weist eine Unterdeckung von 8,6
Millionen € auf und die Beratungen der Fraktionen sind entsprechend
schwierig. Diesem enormen Defizit kann man nur mit einer Menge von
Einzeleinsparungen oder weit gefächerten Mehreinnahmen begegnen. Der
Magistrat schlägt als größte Erhöhung der Einnahmen eine
Grundsteuererhöhung um 70 Punkte vor, die bereits von der CDU-Fraktion
unterstützt wird. SPD und WAM lehnen diese Maßnahme als unsozial
ab. FDP und Grüne bekundeten Bauchschmerzen. Die Fraktionen stehen noch
unter dem Eindruck der Bürgerreaktion und der anschließenden Rücknahme
der Straßenbeitragssatzung. Nun ruft die SPD die Öffentlichkeit auf,
erneut Druck auszuüben. Doch wo ist die Reaktion der BI gegen die
Straßenbeitragssatzung? >>>mehr
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Die
HESSEN-Connection kommt unter Druck
In
dieser Woche setzen sich die negativen Schlagzeilen für die Hessische CDU
fort, denn nun ist auch Finanzminister Karlheinz Weimar gewaltig
unter Druck. Er wird des Mobbings bezichtigt und aus den
Hintergrundinformationen gehen dubiose Geschäfte hervor, die zumindest
dem Land Hessen hohe Verluste bei gleichzeitiger Begünstigung von
Immobilien-Käufern bescherten. Woraus die Energie für diese Handlungen
geschöpft wurde, ist nur zu erahnen. So langsam kommt der Verdacht auf,
dass eine Art HESSEN-Connection schaltet und waltet, wie es ihr beliebt.
Dabei führen alle Wege wieder irgendwo zusammen. Den Kopf der
HESSEN-Connection kann man ebenfalls erahnen. Karlheinz Weimar ist es
sicherlich nicht. >>>mehr
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Franz
Josef Jung sieht alt aus
Roland
Koch leistete der Bundesrepublik mit der Installation von Franz
Josef Jung in Berlin einen zweifelhaften Dienst, das wird
inzwischen immer deutlicher. Normalerweise werden die fähigsten Köpfe
und die untadeligsten Personen einer Partei in die Regierung geschickt.
Die Hessische CDU hat damit scheinbar große Schwierigkeiten, weil ihnen
entweder die fähigen Köpfe fehlen oder die Auswahl nach ganz anderen
Kriterien getroffen wird. Im Fall Jung könnte das sein, weil er mit
seiner Aussage im CDU-Spendenskandal den Kopf von Roland Koch
rettete. Nun hat er peinlicherweise schon wieder nicht alles mitbekommen,
was in seinem Umfeld passierte. Ist das ein Zufall, die Folge von
Überforderung oder hat die Methode System. Selbst Bundeskanzlerin Angela
Merkel war das Unbehagen darüber deutlich anzumerken. Hoffentlich
ist sie sich dessen bewusst, wer ihr das Ei ins Regierungsnest gelegt hat.
>>>mehr
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Gegen
Ignoranz und weitreichende Folgen
Am
Mittwoch, dem 25. November 2009 kamen interessierte Bürger im Maintaler
Rathaus zusammen, um sich über die Auswirkung von Strahlungen auf den
menschlichen Körper zu informieren. Professor Guido Zimmer
und Otto Einsporn von der Mobilfunkgruppe der Lokalen Agenda
Maintal informierten über die Auswirkungen zunehmender Strahlenbelastung
auf den menschlichen Körper. Es fiel auf, dass sich außer
Stadtverordneten der SPD keine weiteren Kommunalpolitiker für dieses
Thema interessierten, selbst die zuständige Fachabteilung glänzte durch
Abwesenheit. Dabei wären gerade sie es, die sich von Amts wegen an die
Spitze der präventiv tätigen Personen stellen müssten. Einmal mehr
wurde in diesem Abend deutlich, dass dieses Thema bewusst verdrängt wird
und die einseitige Informationspolitik der Mobilfunkbetreiber voll
durchschlägt. >>>mehr
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Für
immer gebrandmarkt
Immer
mehr Personen lassen sich als zum System Koch gehörend
stigmatisieren und verlieren somit das letzte Fünkchen Achtung, das ihnen
Mitbürger vielleicht noch entgegen brachten. Jetzt hat es auch Carmen
Everts getroffen, die zusammen mit drei weiteren SPD-Mitgliedern Roland
Koch erneut auf den Chefsessel des Hessischen Ministerpräsidenten
verhalf. Auf äußerst fragwürdige Art wurde ihr mit Hilfe des Votums von
4:1 Stimmen der CDU-Mitglieder einer Auswahlkommission ein hochdotierter
Posten bei der Landeszentrale für Politische Bildung in Wiesbaden
zugeschanzt. Dieser Posten und das dazugehörige Arbeitsgebiet war zuvor
exakt auf das wissenschaftliche Spezialgebiet von Carmen Everts
zugeschnitten worden, so dass berechtigterweise gemutmaßt wird, dass die
Ausschreibung ebenfalls auf Carmen Everts zugeschnitten war.
Nicht nur in SPD-Kreisen sieht man das als Belohnung von höchster Stelle
Hessens.
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Mut
zur Wahrheit oder Notwendigkeit brutalstmöglicher Bewusstmachung?
Der
Präsident des Landesrechnungshofs, Manfred Eibelshäuser
aus Maintal-Hochstadt lobte entsprechend eines Artikels in der FAZ vom
21.11.2009 den Mut der Hessischen Landesregierung, von der kameralen
Buchführung auf die kaufmännische Buchhaltung umgestiegen zu sein. Der
Unterschied beider Verfahren besteht darin, dass die kamerale Buchführung
(auch Doppik genannt) ausschließlich dem Nachweis der Verwendung der
Haushaltspläne dient, während die kaufmännische Buchhaltung
Aufwendungen, Erträge und und das Vermögen ermittelt, um Gewinne und
Verluste sichtbar zu machen. Wie notwendig der Umstieg vom seit 1792
eingeführten System war, zeigen die Zahlen, die nun bekannt sind. Es
fehlen zum ausgeglichenen Haushalt 58 Milliarden €. Endlich herrscht
jedoch Transparenz, was sich Hessen leisten kann und was nicht. Mit diesem
Wissen möchte man "Zukunft gestalten".
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Racheengel
arbeitet gegen eigenes Lebenswerk
Werbung
geht manchmal seltsame Wege. Das kann Mitte November 2009 im Maintal
TAGESANZEIGER eindrucksvoll mitverfolgt werden. Dort wirbt die in
Hanau ansässige FAHRSCHULE GOTE für die Eröffnung der Maintaler
Außenstelle, die für den 21. November 2009 angekündigt wird. Das wäre
zunächst nicht auffällig, wenn das nicht in den ehemaligen Räumen der Fahrschule
HANSLIK, dem heutigen fahrwerk hanslik erfolgen würde und im
Anzeigentext spektakulär angekündigt würde, dass "niemand anders
als die Fahrlehrerlegende Eberhard Hanslik" die
Eröffnungsgäste begrüßt und dort auch zukünftig begrenzt unterrichten
wird. Das wirft Fragen auf, denn die an Tochter und Schwiegersohn vor
einigen Jahren verkaufte Fahrschule zog kürzlich aus und bezog neue
Räume in der Berliner Straße. Was ist geschehen und wie ist das im
Gesamtzusammenhang zu sehen? >>>mehr
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Der
Nimmersatt will wieder zuschlagen
Der
Maintal TAGESANZEIGER thematisiert am 16.11.2009 einen besonderen
Sachverhalt, der in der Bürgerschaft sicher ähnlich diskutiert wird. Es
geht um das Ansinnen des Deutschen Roten Kreuzes Hanau, der Stadt Maintal
weitere 60.000 € aus den Rippen zu leiern, weil man sich während der
Umbauarbeiten in der Ascher Straße Mehrkosten einhandelte. Was bei
äußerst wohlwollend denkenden Lobbyisten des DRK wie eine Bitte klingen
mag, wird von vielen Bürgern als eine dreiste Aufforderung angesehen. Es
wird vielfach als Unverschämtheit empfunden, Geld nachzuverlangen,
nachdem man bereits aus der Fehlbelegungsabgabe mit einer äußerst
fragwürdigen Begründung und 710.000 € begünstigt wurde.
Das
DRK als unverschämter Nimmersatt? mehr>>>
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Ist
die Maintaler SPD erneuerungsfähig?
Kommunalpolitik
wird von den meisten Maintaler Bürgern nur noch am Rande registriert. Das
geht durch alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen. Die etablierten
Parteien hängen von der Wählerschaft her noch am Tropf der höheren
Lebenserwartung und profitieren teilweise von alten Wahlgewohnheiten und
einem scheinbar nicht mehr zeitgemäßen Demokratieverständnis der
Älteren. Neue Mitglieder werben sie kaum mehr an. So sterben die Ortsvereine großer Parteien langsam aus und sie
haben größte Schwierigkeiten, bei Wahlen die Listen zu füllen. Es fehlt
der Nachwuchs und damit der Umbruch und die langfristige
Perspektive. Es muss gehandelt werden - und das recht schnell. >>>mehr |

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Vom
"Beschließen"
und vom "zur Kenntnis nehmen"
Nachdem
im Internet endlich die Sitzungsunterlagen für die Ausschusssitzungen und
die nächste Stadtverordnetenversammlung abrufbar sind, ist auch der
Beschlussvorschlag 1353/2010 einsehbar, mit dem den Stadtverordneten der Stadtleitbildprozess
vermittelt werden soll. Dabei wird deutlich, wie sich der Magistrat das "Beschließen"
und das "zur Kenntnis nehmen"
zurechtlegte. Es ist etwas unverständlich, dass die örtliche Presse eine Passage meines
Leserbriefes zu diesem speziellen Thema nicht übernahm, wo doch auch aus
Abgeordnetenkreisen zu hören war, dass die Arbeitsergebnisse zur Kenntnis
genommen und noch gar nichts beschlossen werde.
Umso wichtiger ist es, dass die Bürger
erfahren, wie die Sache wirklich zu verstehen ist.
Das
Stadtleitbild teilt sich in Wunschbeschreibungen und gezielte
Aktionen (Leitprojekte) auf. Aus
dem Punkt 1 des Beschlussvorschlags geht hervor, dass der Teil der
Wunschbeschreibungen des erarbeiteten Stadtleitbildes, als Leitbild
beschlossen wird. Gleichzeitig gilt der Beschluss als
Legitimation, die Verwaltung um eine Abteilung anzureichern, die auch
personell besetzt werden darf.
Vom
Punkt 1 leitet der Magistrat wahrscheinlich auch die Legitimation zur Erstellung
eines Stadtentwicklungskonzepts ab, um daraus "eine
Zukunftsvision für Maintal" zu schmieden. Nach wessen
Vorstellungen - das wird sich herausstellen.
Der
Punkt 2 beschreibt, wie die Stadtverordneten mit der Umsetzung der
Aktionen , den Leitprojekten, umzugehen gedenken. Diese werden laut
Vorlage lediglich ohne jeden
Genehmigungscharakter zur Kenntnis genommen.
Die involvierten engagierten Bürger sollten daraus ihre Schlüsse ziehen.
Auszüge
aus der Beschlussvorlage 1353/2010 vom 23.02.2010:


Wie
gut man sich auf die gezielte Verwendung der Bürgerbeteiligung
vorbereitete, zeigen die weiteren Ausführungen zum Stadtleitbildprozess.
Ein ausgeklügeltes organisatorisches System - eine Mischung aus
Dreifachfiltern und Homogenisieren - wandelte die einfach ausgefüllten
METAPLAN-Kärtchen in das um, was nun dem zuvor gewünschten Ergebnis
entspricht.
Die
Organisation und die Vorgehensweise
werden folgendermaßen beschrieben:
-
Ideen-Eingebung
seitens des
Magistrats
-
Beauftragung
des
Magistrats durch die
Stadtverordnetenversammlung
-
Externen
Sachverstand
hinzuziehen
-
Bürgerbefragung
-
Gedankenermittlung
der Interessengruppen und der Bürger
-
Themenarbeitsgruppen
und Stadtteilgruppen mit je zwei
Vorsitzenden
-
Stärken-Schwächen-Analysen
-
Einbeziehen
externen Sachverstandes
-
Koordinationsgruppe
-
Redaktionsgruppe
zur sprachlichen Glättung
-
Steuerungsgruppe
diskutiert mit Fraktionsvorsitzenden
und "weiteren Meinungsbildnern
des öffentlichen Lebens"
-
Vorstellung
in der Bürgerversammlung
-
Stadtverordnetenversammlung.
Zur
Kenntnis genommen wird nun das, was von den Gedanken weniger Bürger und
denen der vielen Interessengruppen übrig blieb. In der
Beschlussvorlage befindet sich allerdings auch ein Satz, der Hoffnung macht:
"Zukünftig
sollen sich bürgerschaftliche Projekte ebenso wie städtische Maßnahmen
an dem Stadtleitbild orientieren."
Verräterisch ist das Wort
"ebenso". Setzen die Bürger nichts um, könnte sich die Stadt
ebenfalls nicht an das Stadtleitbild gebunden fühlen. Auf der anderen
Seite wird es sich zeigen, wie viele tatsächliche Vorhaben der Stadt in
verklausulierter Form über "Interessenvertreter" als
Bürgerwünsche eingebracht wurden. In diesen Fällen kann man ja jetzt munter
drauflos legen - wenn es die Bürger doch so wollen!?
Stadtleitbild-Logo
- die wichtigste Nebensache des
Prozesses
Nach
langem zähem Ringen um die Gunst der Maintaler Bürger konnte sich einer
der 29 offiziellen Entwürfe - der Entwurf von Werner Heck
aus Wachenbuchen - durchsetzen. Das Logo ist eine dynamische runde Sache
und charakterisiert eindrucksvoll die Kreisbewegung des Prozesses und
dessen Inhalt um sich selbst. Man hätte es kaum besser ausdrücken
können. Einem Spiralnebel gleich wird das Logo alle galaktischen Ideen
auf zukünftigen irdischen Protokollen begleiten. Alle anderen Vorschläge
verblassen regelrecht gegenüber dieser Darstellung.
Auch
diesen substanziell wichtigen Teil des Prozesses - die Preisverleihung
für das Stadtleitbild-Logo - können die Stadtverordneten eine
Viertelstunde vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung
am 15. März 2010 zur Kenntnis nehmen. Vielleicht sind bis dahin auch
schon die Ansteckbuttons mit gleichem Logo fertig, die sicherlich die
logische Folge einer so wichtigen Nebensache sein sollten. Es wäre doch
schön, wenn alle Teilnehmer, Paten und Sprecher des Prozesses an diesen
Buttons zu erkennen wären.
Veröffentlicht
am 08.03.2010, ergänzt am 09.03.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Merke:
Nur redaktionell bearbeitete
Ideen der METAPLAN-Technik
können berücksichtigt
werden
In der
"Redaktionsgruppe"
arbeitete man vermutlich
mit der aus anderen
Bereichen bekannten
Ideen-Textwaschmaschine
des Magistrats
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An
den Regensburger Domspätzchen herumgespielt
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Seit
ewigen Zeiten bezieht die katholische Kirche den Teufel als Mittel
zur Indoktrination ein und übt sogar dessen üble Praktiken aus.
Eine seltsam brüderliche Gemeinschaft schützt dabei die Abartigen
unter ihnen vor dem weltlichen Gesetz, so dass erst jetzt das ganze
Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch an Schutzbefohlenen
bekannt wird. Das Übel reicht von Nord bis Süd, denn die
Übeltäter wurden oft sogar mehrmals übers ganze Land
"verbannt", um an anderer Stelle - ähnlich einer Epidemie
- ungehindert weiter zu wirken. Immer stärker geraten die
absonderlichen Verhaltensweisen der Kirchenmänner in den Fokus und die Suche nach der
Erklärung der Straftaten schließt auch den Zölibat mit ein.
Handelt es sich um die Auswirkung gestörter und nie ausgelebter
Sexualität infolge des Verzichts, den der Zölibat auferlegt?
Werden gleichgeschlechtliche Praktiken als Ausweg benutzt? Welche
Rolle spielt die Ausübung von Gewalt bei der sexuellen Befriedigung
von Geistlichen? |

"Ratzi
- jetzt sind sie dahinter gekommen!" |
Oder
sollen gar die jungen Geschlechtsgenossen auf den gleichen Pfad der
abartigen Tugend gebracht werden?
Inzwischen weiß man, dass das Phänomen sogar weltweit anzutreffen ist -
stets im direkten Zusammenhang mit glaubensbedingter Indoktrination.
Krokodilstränen
von höchster Stelle
Papst
Benedikt arbeitet gerade den Missbrauch von über 1000 irischen
Kindern auf und nannte die Missbrauchsfälle "abscheuliche Verbrechen
und eine schwere Sünde gegen Gott". Über die Fälle in Deutschland
verlor er unterdessen kein Wort. Zu diesem Sachverhalt führte Matthias
Kietzmann von der Zeitung FOCUS ein Gespräch mit der
Theologin Uta Ranke-Heinemann, einer Studienkollegin von Kardinal
Ratzinger. Sie hält das Verhalten der Kirche und des Papstes für
scheinheilig und eine Irreführung der Öffentlichkeit.
So
meinte sie auf die Frage, ob der Papst eine Mitschuld an den Skandalen
trägt: "Nun, er hat eines von zwei Geheimschreiben verfasst, die
jeder Bischof in seinem Tresor liegen hat. Das erste stammt von Kardinal
Ottaviani von 1962 und heißt 'Crimen Sollicitationis'
(Verführung zu sexuellen Handlungen). Das zweite stammt von Kardinal
Ratzinger aus dem Jahr 2001 und heißt: 'De delictis gravioribus'
(Von den schwersten Verbrechen). Beide
Geheimschreiben betonen die 'ausschließliche Kompetenz des Vatikans' in
Pädophiliefällen. Gleichzeitig werden alle Bischöfe unter Strafe der
Exkommunikation aufgefordert, alle Missbrauchsfälle ausschließlich und
nur an den Vatikan zu melden, was zu einer totalen
Justizbehinderung für die staatlichen Gerichte führt."
Die
Geheimschreiben dienten ausschließlich dem Schutz der Täter, die zur
Vermeidung eines Skandals immer wieder versetzt wurden. Soweit Frau
Ranke-Heinemann, eine anerkannten Kirchenkritikerin.
Wohin
mit der eigenen Sexualität der Kirchenmänner?
Schon
länger ist bekannt, dass die repressive Sexualmoral der Kirche für die
Triebentwicklung verantwortlich ist und die Kirche damit eine Mitschuld am
Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche trägt. So meint zumindest Eugen
Drewermann. Der Professor für Klinische Psychologie an der Uni
Basel, Udo Rauchfleisch, meint sogar, dass die Kirche ohne
Zölibat weniger Probleme mit sexuellen Übergriffen hätte, denn auf
Dauer ließen sich sexuelle Bedürfnisse nur schwer unterdrücken. So ist
aus den neuerlichen Ermittlungen bekannt, dass die Tür eines Kirchenmann
einer Knabeneinrichtung nachts stets für die Buben offen war, um ihn zu
befriedigen oder selbst befriedigt zu werden. Wohlverhalten wurde belohnt,
Ignoranz dagegen bestraft. In vielen renommierten Einrichtungen zeigt sich
ein ähnliches Bild. Mit dem Skandal bekommt an anderer
Stelle sogar der Name der "Regensburger Domspatzen" eine völlig
neue Bedeutung. Manchen Schülern scheint das sogar gut getan zu
haben. Zumindest zogen sie ihren Nutzen daraus. Wie diese Kategorie ihre
speziellen Erfahrungen im Leben umsetzte, kann man nur erahnen.

Quelle: FAZ
In
einem Blog zum Thema war zu lesen, dass "sich die Öffentlichkeit
nicht so haben soll, denn früher oder später müsse man sich ja doch mit
solchen Dingen auseinander setzen. Außerdem sei der gute Abschluss im
Internat wichtiger. Er habe dort sehr viel gelernt - mehr als jeder andere
Abiturient. Kleine Dankbarkeiten gegenüber den Lehrkräften hätten das begünstigt. Heute sei das alles längst vergessen und er könne gar
nicht begreifen, wie man die ollen Kamellen noch einmal ausgraben
könne."
Was
bleibt, ist der sexuelle Missbrauch. Die zunächst ungewollte aber später
regelmäßige Befriedigung im Kindesalter kann neben sexuellen Störungen auch
eine hohe Abhängigkeit zur Selbstbefriedigung bis ins hohe Alter nach
sich ziehen. Heterogene geschlechtliche Beziehungen gestalten sich dadurch
schwierig. Die angenehm empfundene
gleichgeschlechtliche Befriedigung mit wechselnden Partnern ist dann eine
Variante, die in die Homosexualität führt. Wir sind heute bereit, auch
diese Lebensart zu tolerieren, sollten unsere Augen jedoch nicht vor den
vielfältigen Ursachen dieses Weges verschließen.
Woher
kommt eigentlich der Ausdruck "Schweinepriester?"
Aus
dem Sprachgebrauch heraus kennen wir das Wort "Schweinepriester".
Manche Zeitgenossen bringen den Ausdruck heute natürlich mit den heftig kritisierten
Sachverhalten in Verbindung, die aufgedeckt wurden. Aus dem Odenwald ist
nun ein Fall bekannt, bei dem etwa 100 ehemalige Schüler sexuell
missbraucht und sogar Besuchern zu gleichen Zwecken zur Verfügung
gestellt wurden. Die abfällige Bezeichnung
"Schweinepriester" als Priester der Schweinereien wäre gar nicht so
abwegig.
Eine
Deutungsvariante des Ausdrucks weist auf den Kontrast zwischen
würdevollem Amt und den nackten Tatsachen hin, wie es ein französischer Karikaturist mit nebenstehender Zeichnung
ausdrückte. Die Hose als stets beflecktes Verhängnis locker im Bund
getragen und die Genitalien leicht zugänglich, mit der Zigarette im Mund,
die suchtähnliche Abhängigkeit dokumentierend und auf der Suche nach Opfern
- so stellt er sich den Blick unter manche Kutte oder manchen Talar vor.
Eine
andere Deutung geht bis ins Mittelalter zurück, weil die jüngsten Priester
eines Klosters stets die Schweine hüten und kastrieren mussten. Man
nannte sie umgangssprachlich die "Schweinepriester". Interessant
ist womöglich der übertragene sinngemäße Umgang mit
Fortpflanzungsorganen.
In
eine völlig andere Richtung führt die Deutung, dass Menschen, die
während des auf dem Land üblichen Schweineschlachtens zum Schnorren kamen und deshalb das geschlachtete Schwein über Gebühr
"priesen", vereinfacht "Schweinepriester"
genannt wurden.
Wie
auch immer, das Ansehen vieler Kirchenmänner ist erheblich ramponiert und
"Schweinepriester" wäre ein adäquater Ausdruck für diese Gruppe der
in der Kirche versteckten Sexualstraftäter, Pädophilen und
Gewalttätigen. Bis heute wurde allerdings keiner von ihnen rechtmäßig verurteilt
und bestraft.
Die
Kirchenmänner mauern massiv
Lange
wehrte sich die Kirche gegen eine Aufklärung von Außen, weil sie meinte,
solche Dinge im eigenen Regelkreis in Ordnung bringen zu dürfen. Die
Ermittlungen zeigen aber, dass die Kirche dazu nicht imstande ist. Der Korpsgeist
der Kirchenmänner und die Praxis, die schwarzen Schafe immer wieder in
anderen Einrichtungen zu verstecken, sprechen eine klare Sprache. Wen
würde es wundern, wenn im Rahmen der Ermittlungen Strukturen aufgedeckt
würden, die auch das sexuelle Verhältnis der Kirchenmänner
untereinander transparenter macht. Eine seltsame Toleranz und grenzenloses
Verständnis untereinander weisen in diese Richtung. Es
könnte eine Gemeinschaft dahinter stehen, die sich hinter der Kirche gut
verstecken lässt.
Solange
der Skandal nicht restlos aufgeklärt ist und rechtliche Konsequenzen
gezogen sind, werden viele Bürger unter jeder Kutte und jedem Talar eine
peinliche nackte Wahrheit vermuten. Die kritischen Blicke der Gläubigen
werden jede Kanzel durchdringen und jede verdächtige Bewegung und
Handlung registrieren. Das Misstrauen ist groß und auch angebracht. Die
katholische Kirche hat für lange Zeit die Berechtigung verloren, den
moralischen Zeigefinger zu heben. Die Autorität der Kirche wird weiter schwinden und
es wird sich bestenfalls noch Augenhöhe zwischen Priestern und Gläubigen
einstellen.
Veröffentlicht
am 06.03.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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"Der
Schweinepriester"
von
Jean-Marc Reiser
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Ist
Margot Kässmann eine Heilige?
Weite
Teile der Bevölkerung bedauern den Schritt von Landesbischöfin a.D. Margot
Kässmann, alle Ämter nieder zu legen. Wie nie ein kirchlicher
Vertreter zuvor stand sie für Zivilcourage und die Art, Dinge beim Namen
zu nennen. Keiner anderen Person in so exponierter Stellung außer
Kässmann hätte man den
Fehltritt verziehen, der ihre Karriere beendete. Es ist bedrückend, dass
gerade erzkonservative Kirchenkreise für den Druck sorgten, dem sie
letztendlich nicht standhielt. Heute werden Personen mit kleinen Fehlern
sympathischer empfunden als Moralapostel ohne Rückgrat. Margot
Kässmann gab vor, nach diesem Fehltritt nicht mehr die
Glaubwürdigkeit und die Autorität für ihr Amt zu besitzen. Deshalb
trete sie zurück. Diese Haltung kann man überhöht sehen und es
stellt sich die Frage, ob diese Begründung überhaupt glaubhaft ist? Wenn
sie ihren Rücktritt wirklich an der Alkoholfahrt festmacht, dann
hätte sie auch zurücktreten müssen, wenn sie nicht erwischt worden
wäre. Das ist allerdings schwer zu glauben und kratzt nun an der
Glaubwürdigkeit des Arguments.

Unser
Volk braucht Menschen aus Fleisch und Blut in ethisch prägenden
Positionen und keine Heiligen. In den Zeiten, in denen man sich einen Teil
der katholischen Priester eher mit der Hand in der Hose von Knaben
vorstellt und den Ärmsten der Armen Familienplanung ohne
Verhütungsmittel predigt, kommt eine evangelische Bischöfin daher und
redet Tacheles zu Kriegseinsätzen und der sozialfeindlichen Politik
unseres Landes. Ihre Stimme hatte Gewicht und die Politik wird in
Kirchenkreisen insistiert haben, dass sie nicht zur mächtigen Stimme
derjenigen wird, die sich für eine sozialere und gerechtere Welt
einsetzen. Es war gerade die
BLÖD -Zeitung, die den Fehltritt zum Skandal führte
und eine seltsame Moral auf die Waage legte.
Bemüht
man die Bibel, so stößt man bei einer wirklich schweren Verfehlung auf
den Satz Moses, der an die aufgekratzte Menge gerichtet war: "Wer
unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie".
Unter Johannes 5, 14 findet man die Stelle zu gleichem Sachverhalt:
"Weib, wo sind sie, deine Verkläger? Hat dich niemand verdammt? Sie
aber sprach: Herr, niemand. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch
nicht; gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!"
Die
unerkannte und nicht angeprangerte Trunkenheit am Steuer, bei der sie
vielleicht sogar Menschenleben gefährdete, wäre eine Sache zwischen
ihrem Gott und ihr selbst und womöglich eine einmalige Sache
geblieben. Es liegt also an denen, die Margot Kässmann
verdammten und sich heute noch dafür rechtfertigen müssen. Ihr tiefer
Glaube riet Kässmann danach, ihre Ämter nieder zu legen - zum Schaden
der Menschen, die sie verehrten. Wen wundert es, dass die Kirche nun die
größten Probleme hat, die Lücke zu schließen und verlorene
Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen..
Veröffentlicht
am 26.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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"Nun
löffelt mal die Suppe aus!"
Nun
sind endlich die 12 wichtigsten Aktionen der Stadtleitbildes
auf dem
Tisch, die am Dienstag, dem 23. Februar 2010 während der turnusgemäßen
Bürgerversammlung vorgestellt werden. Mit Spannung war das Ergebnis
erwartet worden, nachdem der Magistrat über die örtliche Presse täglich
so viel "Wind" machte. Was dabei herauskam, sind teilweise in
Wirklichkeit richtige "Windeier", wie sie aus Rücksicht auf
bestimmte Interessengruppen auch schon in der Lokalen Agenda enthalten
waren. Die neue Lösung heißt: Das finden von "Paten" für die
blumigen Einzelprojekte nach dem Motto "Nun löffelt mal die Suppe
aus, die wir Euch eingebrockt haben!"
Aus
fast allen formulierten Zielvorstellungen ist herauszulesen, dass die
Bürger selbst aktiv werden sollen, wenn sie mehr wollen als der Magistrat
bisher zustande brachte. Das neuerliche außerordentliche
Bürgerengagement soll zum Selbstläufer mit städtischer Erlaubnis
werden. Die koordinierende Stabsstelle soll aber eine spezielle Abteilung
im Einflussbereich des Ersten Stadtrats sein, damit auch alles seine
Richtigkeit hat. Die beschränkte und beschnittene Eigenständigkeit der
Lokalen Agenda ist damit so gut wie vom Tisch und das Bürgerengagement so
kanalisiert, dass man es in jede gewünschte Richtung lenken kann.
Bezeichnend
ist, dass zum Beispiel der Ausbau des DSL-Netzes bzw. der
Breitbandverkabelung nicht bei den wichtigsten Projekten zu finden ist.
Dabei tangiert es den Wirtschaftsstandort, die Gesundheit und die
Lebensqualität der Bürger - ist somit ein wichtiger Standortfaktor. Auch
die Mobilfunkproblematik ist nicht vertreten. Gerade das wäre jetzt so
wichtig, weil die Mobilfunkbetreiber mit einem explosionsartig
ansteigenden Bedarf bei der Mobilfunkversorgung rechnen, weil immer mehr
Internetanwendungen auf schnurlose Systeme verlagert werden.
Wahrscheinlich passt das den Machern des Stadtleitbildprozesses nicht in
den Kram. Seltsam geleiteter Prozess in dieser Stadt - ein schlechtes
Bild!
Wenn
man sich die einzelnen Zielvorstellungen der Projekte ansieht, so kann man
verstehen, dass sie im extra für den Stadtleitbildprozess eingerichteten
Forum zurückgehalten wurden. Sie sollten noch nicht diskutiert werden.
Geht man in die Tiefe des gesamten Positionspapiers, so werden die vielen
Sprechblasen deutlich, die ewig nur Absichtserklärungen sein werden. Nun, nachdem sie endlich zum genehmen Zeitpunkt über die Presse an die
Öffentlichkeit gelangt sind, kann man ja mal einige Gedanken dazu
formulieren. Wer weiß, ob sie während der Bürgerversammlung zugelassen
werden!?
|
1 |
Mehrgenerationen-Wohnen
in Maintal |
Formulierte
Zielvorstellung:
Vorgesehen
ist die Bildung von Interessen- oder Bauherrengemeinschaften zur Planung
und Realisierung von Mehrgenerationen-Wohnhäusern mit dem Ziel,
alternative Wohnformen zu fördern. Im Rahmen der Lokalen Agenda gab es
schon einmal erste Interessenten für ein solches Projekt, das aber dann
nicht konsequent weitergeführt wurde. Auch im Hinblick auf den
demographischen Wandel sollte die Idee des generationenübergreifenden
Wohnens in Maintal wieder aufgegriffen und konkret realisiert werden.
Eigener
Denkansatz:
Hierzu
fällt mir spontan der Bauplatz der Firma GEISHEIMER anstelle des alten
Heizkraftwerks in der Berliner Straße ein. Hier waren einige
barrierefreie Wohnungen im Erdegeschoss des geplanten neuen Wohnblocks
wesentlich für die Genehmigung des geänderten Bebauungsplans. Die
formulierte Zielvorstellung ermöglicht es nun, den Investor aus dem Topf
der Sozialen Stadterneuerung oder der Fehlbelegungsabgabe mit finanziellen
Mitteln auszustatten, um den dafür benötigten Wohnraum zu schaffen. Beim
Deutschen Roten Kreuz profilierte man sich ja auch in der Ascher Straße
als großzügiger Geldgeber für bedingt Soziales. Nur dazu benötigt
man die Stadt Maintal.
Ein
völlig neutrales Projekt bedarf jedoch nicht der städtischen Moderation.
Hier sind die Bürger selbst gefragt, die sich in der Sache auch selbst
organisieren können, ohne dass ihnen jemand reinredet. Pate sollte ein
führender Kopf einer sozialen Gruppierung wie der VdK sein, wenn es
weiterhin unbedingt ein Projekt des Stadtleitbildes und keine
GEISHEIMER-Angelegenheit sein soll.
| 2 |
Fuß-
und Radverkehrskonzept Maintal |
Formulierte
Zielvorstellung:
Ziel
ist hier die Entwicklung eines Konzeptes zur Verbesserung der
Verkehrsinfrastruktur für Fußgänger und Radfahrer und damit ein
weiterer Schritt zum "Verkehrsberuhigten Maintal". Aufbauend auf
den Erkenntnissen anderer fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte und
den Ergebnissen der Arbeitsgruppe "Mobilität" der Lokalen
Agenda sollen Maßnahmen zur Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs
sowie zur Lösung vorhandener Konflikte zwischen Fußgängern und
Radfahrern entwickelt und umgesetzt werden.
Eigener
Denkansatz:
Das
ist nun wirklich ein alter Hut. In den Sanierungskonzepten der Maintaler
Straßen werden bereits die erforderlichen Maßnahmen eingebaut. Dabei
beißen sich stets Fahrradverkehr und Verkehrsberuhigung. Anstelle eines
Wirrwarrs von nicht genutzten Fahrradwegen wäre ein ungehinderter
Verkehrsfluss der bessere Weg. Stünden nicht überall Blumenkübel und
Hindernisse auf den Fahrbahnen herum und würde das versetze Parken keine
zusätzlichen Gefahren für Radfahrer schaffen, wäre das Radfahren in den
vier Stadtteilen jetzt schon eine ganz passable Sache. Dieses Projekt
befriedigt eine bestimmte Klientel, die am Stadtleitbildprozess mitwirkte.
Sie wird zukünftig genauso unbefriedigt sein, wie zu Agenda-Zeiten.
| 3 |
Profilierung
des Wirtschaftsstandortes Maintal in der Region Frankfurt-Rhein-Main |
Formulierte
Zielvorstellung:
Entwicklung
und Umsetzung eines Konzeptes zur Schärfung des Wirtschaftsprofils sowie
zur Positionierung von Maintal als attraktivem Wirtschaftsstandort in der
Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. In erster Linie geht es darum, mit
Unterstützung der Maintaler Wirtschaftsförderung branchenspezifische
Schwerpunkte wie die Kälte-Klima-Technik oder regionale Produkte besser
zu vermarkten. Unternehmer, Selbständige und Freiberufler aus Maintal
sind die idealen Paten für dieses Leitprojekt.
Eigener
Denkansatz:
Das
ist der schärfste Heißluftballon des Stadtleitbildprozesses. Mit ihm
wird nur die Wichtigkeit der Maintaler Wirtschaftsförderung
herausgestrichen. Außer einem Hochglanzprospekt der Stadt und der
intensiven Bestandspflege ist nicht sehr viel geschehen. Die
Konzeptentwicklung ist die Aufgabe der Gewerbevereine, denn es geht nicht
nur um zusätzliche Steuereinnahmen der Kommune sondern auch darum, dass
von neuen gutgehenden Branchen auch die ortsansässigen Betriebe
profitieren. Viel wichtiger wäre es, für die richtige Infrastruktur zu
sorgen, die für zuzugswillige Unternehmen attraktiv ist. Dazu gehören
zum Beispiel auch leistungsfähige Datennetze, die Kinderbetreuung und das
kulturelle Angebot. Baugebiete haben wir bereits genug ausgewiesen.
| 4 |
Von
der Kita zum Kinder- und Familienzentrum |
Formulierte
Zielvorstellung:
Strategien
und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen zu
Kinder- und Familienzentren nach dem Vorbild der englischen "Early
Excellence Center". Ziel ist es, die Familien zu stärken und die
frühkindliche Erziehungs- und Bildungsarbeit weiter zu verbessern. Zudem
sollen Kinder intensiver und besser auf die Schule vorbereitet werden.
Eigener
Denkansatz:
Hier
gibt ja wohl der Gesetzgeber klare Vorgaben vor, auf die man reagieren
muss. In diesem Punkt wird nur die Wichtigkeit der bereits bestehenden
Arbeit im Bereich Jugend, Familie, Soziales hervorgehoben, weil dieser
Bereich auch die meisten Fördermittel an Land zieht. Die vorhandenen
nichtstädtischen Einrichtungen sind ebenfalls auf einem guten Weg und
werden sich sicher nicht vom Stadtleitbildprozess reinreden lassen. Hier
läuft das bürgerliche Engagement bereits auf vollen Touren.
| 5 |
Ärzte
und Apotheken vor Ort |
Formulierte
Zielvorstellung:
Ein
hausärztlicher Vertretungsdienst sowie ein Notdienst der Apotheken sollen
die durchgehende Betreuung der Maintaler Patienten vor Ort sicher stellen.
Nachdem von offizieller Seite schon mehrmals ohne Erfolg versucht wurde,
den Vertretungsdienst wieder nach Maintal zu holen, haben die Bürger sich
vorgenommen, das Thema noch einmal anzugehen und die Situation zu
verbessern.
Eigener
Denkansatz:
Hier
ist es zu lesen: "Die Bürger
sollen...", nachdem Bürgermeister Erhard Rohrbach und
Günther Wassermann recht erfolglos mit der
Kassenärztlichen Vereinigung verhandelten. Es fehlt nur noch der Zusatz: "...wenn
sie glauben, es besser zu können!" Der
Apothekenvertretungsdienst ist bereits geregelt.
Formulierte
Zielvorstellung:
Inhalt
dieses Leitprojektes soll es sein, neue kulturelle Impulse zu initiieren.
Das Ziel: Für Maintal ein eigenes kulturelles Profil innerhalb der Region
zu schaffen, eng mit Gruppen, Vereinen und interessierten Einzelpersonen
zusammenzuarbeiten sowie das Engagement der Bürger für die Kultur zu
fördern. Ganz bestimmte Veranstaltungen sollen für Maintal zu einem
kulturellen Markenzeichen werden.
Eigener
Denkansatz:
Besonderheiten,
die einzigartig in der Region sind oder zumindest nennenswert, entwickeln
sich über viele Jahre. So sind herausragende Veranstaltungen oft das
Ergebnis einer jahrelangen erfolgreichen Jugendarbeit in den Vereinen. Die
angestrebte Zusammenarbeit wirft die Frage auf, wer da mit wem
zusammenarbeiten soll und was der Gegenstand der Zusammenarbeit ist. Das
ist alles so blumig formuliert. Die Kommune stellt vielfach gegen Entgelt
Räumlichkeiten zur Verfügung und kassiert die Vereine mit allerlei
Gebühren (Schankerlaubnisse, Standgebühren, etc.) ab, ohne für diese
eine Gegenleistung zu erbringen. Hier könnte man ansetzen. Wenn die
Vereine genügend Geld haben, so sind sie auch leistungsfähiger und ihre
Veranstaltungen wirkliche Besonderheiten. Der Maintaler
Veranstaltungskalender zeigt die Vielfalt der Betätigung Maintaler
Vereine. Ob die aufgeführten Veranstaltungen wirklich erfolgreich sind,
kann auch der Stadtleitbildprozess nicht beeinflussen. Ich meine, das
Kulturbüro und das SeniorenOffice leisten flankierend bereits sehr gute
Arbeit. Oder will man mit der Schaffung eines ehrenamtlichen Kulturrates
das Kulturbüro einsparen?
Formulierte
Zielvorstellung:
Förderung
der Partnerschaft zwischen Schulen und Stadt durch gemeinsame kulturelle
Veranstaltungen und Projekte (Theater, Musik, Literatur). Themen könnten
zum Beispiel Suchtprävention, internationaler Austausch oder
Gewaltprävention sein.
Eigener
Denkansatz:
Hier
treffen sich bereits die Interessen der Schulleiter und der präventiv
Tätigen. Im Haushalt müssen nur die richtigen Mittel für das Personal
und die Veranstaltungen eingestellt werden. Außerdem ist es die
Kernaufgabe des Magistrats, mit sinnvollen Maßnahmen auf das Miteinander
und die Entwicklung der jungen Menschen einzuwirken. Was hierzu die
Bürger über die bereits bestehenden Maßnahmen und Kontakte beitragen
können, bleibt schleierhaft.
| 8 |
Maintal
schafft Hindernisse aus dem Weg |
Formulierte
Zielvorstellung:
Erarbeitung
und Umsetzung von Maßnahmen zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
und zur Unterstützung von körperbehinderten Menschen. Im Blickpunkt
stehen vor allem der öffentliche Personennahverkehr und die Bahnsteige.
Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Stellen in Maintal, die
besser "begehbar" gemacht werden könnten: nicht nur für
Menschen mit Behinderung, sondern auch für ältere Bürger oder für
Eltern mit Kindern.
Eigener
Denkansatz:
Dafür
haben wir eine Behindertenbeauftragte und verschiedene Gruppierungen, die
bereits Gehör finden. Es liegt in der Natur der Sache, dass dieses
Feigenblatt-Projekt ebenso enthalten ist, wie in der Lokalen Agenda.
Dadurch ändert sich sicherlich nichts. Veränderung auf den Bahnsteigen
gibt es nicht vor dem Bau der nordmainischen S-Bahn, das ist mehrfach
besprochen und festgelegt. Bei der Sanierung der Maintaler Straßen werden
diese Punkte automatisch abgearbeitet.
Formulierte
Zielvorstellung:
Zentraler
Punkt ist die städtebauliche Rahmenplanung zur gestalterischen und
funktionalen Aufwertung und Entwicklung von Bischofsheim.
Innovationspotenziale wie das Schulzentrum, das Europäische Zentrum für
Kälte-Klima-Technik und Hightech-Unternehmen im Gewerbegebiet sollen auch
besser genutzt werden.
Eigener
Denkansatz:
Das
ist ja ein starkes Stück! Man wirft dem Zentrum für Kälte- und
Klimatechnik vor, nicht gut genug genutzt zu sein!? Innovation heißt
Wirtschaftskraft, Ideenreichtum, unternehmerisches Geschick. Wie kann man
denn Bischofsheim gestalterisch und funktional aufwerten? Wenn die
Rahmenbedingungen stimmen, stellt sich von selbst eine positive
Entwicklung ein. Innovation kann man nicht herbeizaubern oder planen. Das
ist doch heiße Luft!
Formulierte
Zielvorstellung:
Entwicklung
und Umsetzung eines Konzeptes zur Verbesserung des Bahnhofsumfeldes in
Dörnigheim als erster Schritt zu einer städtebaulichen, gestalterischen
und funktionalen Aufwertung des Bahnhofes. Im Zusammenhang mit der
bevorstehenden Realisierung der nordmainischen S-Bahn erhält dieses
Projekt ein besonderes Gewicht: Es geht um den "ersten Eindruck"
von Maintal. Auch eine Einbindung des neuen Braubach-Centers am Bahnhof
Maintal-Ost bietet sich an.
Eigener
Denkansatz:
Das
ist nun mal das absolute Windei hinsichtlich Bürgerbeteiligung. Das
gestaltbare Gelände rund um den Bahnhof ist in fremder Hand. Hier haben
die Bürger überhaupt keinen Einfluss und die Stadt nur ganz bedingt. Mit
was lässt sich ein Bahnhof besser aufwerten als mit einer Schalterhalle,
einem Warteraum, einem Kiosk und einem Imbiss. Ohne Fahrkartenverkauf und
kundenfreundlicher Auskunft zur Reiseplanung ist da nicht viel zu machen.
Der Rest hat sich bereits rund um den Bahnhof gruppiert und wartet darauf,
von der Kundschaft angenommen zu werden. Das wird wieder ein Konzept für
die Schublade.
| 11 |
Hochstadt
- ein Ort für die Jugend |
Formulierte
Zielvorstellung:
Neue
Freizeitangebote und Treffpunkte für Jugendliche in Hochstadt sollen hier
geschaffen werden. Gerade für Jugendliche, die nicht in einem Verein
sind, fehlen Orte, an denen sie sich unabhängig von Veranstaltungen und
ohne" Verzehrzwang" treffen können.
Eigener
Denkansatz:
Das
wäre eine spannende Aufgabe, auch wenn davon nur wenige Hochstädter
Jugendliche betroffen sind. Sollte es sich um Jugendliche mit
Migrationshintergrund und mangelhaftem Integrationswillen handeln,
sehe ich Schwarz. Außer Schmierereien und Vandalismus ist denen noch
nichts eingefallen. Die meisten Jugendlichen dieses Ortsteiles sind in
Vereinen und nutzen das dortige Angebot. Dort wird auch jeder Willige
integriert. Warum eine eigene Wurst für Außenseiter backen? Hochstadt
ist zu klein für ein soziales Projekt wie es rechts vom Kreuzstein
vorhanden ist. Trotzdem - es hört sich so schön sozial an.
| 12 |
Wachenbucher
kaufen in Wachenbuchen ein |
Formulierte
Zielvorstellung:
Entwicklung
und Umsetzung eines Marketingprojektes mit dem Ziel, das Einkaufsverhalten
der Wachenbucher zu verändern: Die Bürger sollen ihre Einkäufe soweit
wie möglich in Wachenbuchen erledigen, um die dortige
Einzelhandelsinfrastruktur zu erhalten und / oder weiter auszubauen. So
kann jeder etwas dagegen tun, dass die wenigen vorhandenen Geschäfte
möglicherweise auch noch schließen - ein Thema, das alle Wachenbucher
betrifft.
Eigener
Denkansatz:
"Marketingprojekt"
hört sich gut an. Dann kommt der Hammer:
"...das Einkaufsverhalten der Wachenbuchener verändern."
Die können ja noch nicht mal ihre Abendbrotgewohnheiten ändern, wie die
Aschermittwochsveranstaltung der SPD zeigte. Wenn nicht um 18 Uhr gegessen
wird, dann bleiben sie zuhause. Spaß beiseite! Wer nicht begriffen hat,
wie wichtig die Tante-Emma-Läden waren oder noch sind und was sie im
Alter bedeuten, mit dem kann man kein Marketingprojekt aufziehen. Ein
kleiner, fast schon isolierter Ortsteil, wie Wachenbuchen, ergibt kein
nennenswertes Einkaufspotenzial für eine Handelskette. Hier würden
nur neue maintalweite Geschäftsideen helfen, wie ein Bringservice,
Hofläden mit einem breiten Angebot oder ähnliches. Das Projekt verfolge
ich besonders interessiert, denn diese Lösung wäre auch für Hochstadt
interessant. Man braucht dazu allerdings mutige Selbständige, die
Geschäfte eröffnen und das Risiko tragen, wenn sie der Wachenbuchener
und Hochstädter Mentalität ausgeliefert sind.
Was
bleibt Erhard Rohrbach und Ralf Sachtleber
anderes übrig, als die Hoffnung zu bemühen, dass möglichst viele
Bürger auf den Zug Stadtleitbildprozess aufspringen, auch wenn er ins
Ungewisse führt. Allzu sehr hat man sich bereits aus dem Fenster gelehnt.
Wenn sich jedoch kurzfristig keine Erfolge einstellen, wird
sich das Interesse der willigen Bürger schnell erschöpfen, wie das bei
der Lokalen Agenda der Fall war. Als Gegenmittel gibt es erst einmal
85.000 €, die der Kämmerer eigentlich gar nicht hat. Irgendwie
will mir auch nicht einleuchten, was sich in der Substanz geändert haben
soll, dass die Sache nun runder laufen soll als die Lokale Agenda. Köpfe und
Geisteshaltung sind die gleichen. Vielleicht wird jetzt alles nur anders
verwoben. Die klassischen Merkmale von blindem Aktionismus sind unübersehbar.
Veröffentlicht
am 19.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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MAINTALER
STADTLEITBILDPROZESS
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Die
"Daten-Fischer" und ihre Maschen
Internetnutzer
werden immer wieder von Betrügern heimgesucht, das ist hinlänglich
bekannt. Opfer sind in der Regel unbedarfte Menschen, die befürchten,
dass ihnen ein Recht oder eine Online-Funktion verloren geht. Mal ist es
der Verlust des E-Mail-Kontos bei T-Online, mal die Änderung des
Auftragslimits, eine Androhung oder eine vorgeschobene Servicemaßnahme.
Stets wird über vorgetäuschte Originalseiten versucht, Zugangsdaten,
Kennwörter und i-TANs zu ergattern, mit deren Hilfe dann das Konto über
eine falsche Überweisung abgeräumt wird.
Inzwischen
haben alle Banken und Internet-Anbieter einen Service für solche
Betrugsmaschen eingerichtet. Diese ermitteln die Absender und leiten
weitere Schritte ein. Auch der Hinweis auf aktuelle Betrugsmaschen gehört
dazu. Dennoch finden die Betrüger immer wieder genügend Opfer. Meistens
agieren sie aus dem Ausland und sind nur schwer zu fassen. Der
Geschädigte bleibt meistens auf seinem Schaden sitzen. Umso wichtiger ist
deshalb die Information.

Die
neueste Masche gilt den Postbank-Kunden, die mit obiger E-Mail
angeschrieben werden. Da wirklich nur Postbank-Kunden angeschrieben
werden, kann man davon ausgehen, dass den Betrügern die
Kontoverbindung bereits bekannt ist. Womöglich wissen sie auch bereits,
von welchem PC aus Online-Banking betrieben wird und konnten die
E-Mail-Adresse zuordnen. Das deutet auf die Weitergabe von persönlichen
Daten hin. Es ist deshalb ratsam, alle Überweisungsempfänger kritisch
unter die Lupe zu nehmen. Der Handel mit Daten ist heute weit verbreitet.
Im
obigen Fall war der Betrug bereits daran zu erkennen, dass keine Bank auf
dem E-Mail-Weg sensible Daten erfragt oder benutzt. Wer das als Faustregel
benutzt, liegt auf der sicheren Seite. Die Masche ist immer gleich. Die
Betrüger kopieren das Layout der Bankseiten, so dass sich die Bankkunden
sicher fühlen. Was wirklich abläuft, ersehen Sie nachstehender
Darstellung.
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1.
Nach Anmeldung zum Online-Banking wird eine Wartungsseite
eingeblendet, die dem Kunden mitteilt,
dass
das Online-Banking aktuell nicht zur Verfügung steht.
2.
Aus Sicherheitsgründen werden Sie aufgefordert, das Auftragslimit
zu ändern oder den besitz der TAN-Liste zu bestätigen.
3.
Zur Bestätigung wird eine iTAN abgefragt.
|
|
Das
passiert tatsächlich: |
1.
Der Täter erstellt eine Überweisung.
2.
Während Sie glauben, die Postbank bei ihren Sicherheitsbemühungen
zu unterstützen, wird im Hintergrund eine betrügerische
Überweisung an die Postbank geschickt.
3.
Tatsächlich wurde die iTAN zur Bestätigung der betrügerischen
Überweisung verwendet.
|
Auch
das sollten Sie wissen:
Oft
steht das Online-Banking wegen Wartungsarbeiten vorübergehend nicht zur
Verfügung. Dabei wird eine Wartungsseite eingeblendet, auf der niemals
Funktionen angeboten werden. Die Verunsicherung ist also völlig grundlos.
Die
Banken empfehlen zudem, Online-Banking grundsätzlich nur über die
Original-Zugänge zur Bank abzuwickeln, weil dadurch das Höchstmaß an
Sicherheit gewährleistet ist.
Die
Nutzung von Online-Banking über Provider bietet nicht den Schutz, den Sie
wirklich benötigen und bietet deshalb einen willkommenen Zugriff beim
Datenklau.
Obige
Masche ist nur eine von vielen und das Vorgehen wird immer raffinierter.
Manchmal sind aber auch richtige Idioten aus osteuropäischen Ländern am
Werk, die ihre Mails in radebrechender Form abfassen und manchmal sogar
ihre landestypischen Schriftzeichen verwenden. Aber auch denen traue ich
Treffer zu, sonst würden sie es nicht machen. Hier schlägt bei vielen
Opfern der Bildungsgrad gnadenlos zu.
Veröffentlicht
am 19.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Immer
die gleiche Leier
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Steuermoral
der Selbstanzeiger
Unsere
Gesellschaft hat sich in einem Staatswesen organisiert, das für Recht und
Ordnung sorgen und die Grundbedürfnisse der Bürger sicherstellen soll.
Von der Landesverteidigung bis zum Sozialwesen, der Gesundheit bis zum
Verbraucherschutz, vom Verkehrswesen bis zur Wirtschaft und den Finanzen -
dem Staat wurden vielfältige Aufgaben zentral übertragen. Die
Finanzierung dieses Paketes erfolgt über die Steuern und Abgaben. Alles
ist per Gesetz geregelt. Das ganze System funktioniert aber nur, wenn auch
alle Bürger und Firmen ihre Steuern korrekt bezahlen. Konzerne und
Unternehmer nutzen aber jedes sich bietende Steuerschlupfloch.
Selbst Parteien umgehen den Fiskus und unterhalten im Ausland schwarze
Kassen. Die Steuermoral ist jedoch bei
den Wohlhabenden am schlechtesten, wie die vielen Selbstanzeigen verraten. Es
handelt sich bei den Selbstanzeigern jetzt aber nicht um reuige Steuersünder, sondern
vermutlich vielfach um kaltberechnende Täter mit Vorsatz im Schutz der
Politik. Es ist davon auszugehen,
dass zumindest in Hessen spendable Steuersünder geschont werden, wie die
Praxis zeigt. Warum auch nicht? Schließlich sind den Steuersündern in der Schweiz und in
Lichtenstein oft genug bestimmte Personen begegnet.
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Wenn
man davon ausgeht, dass alle Steuern und Abgaben so bemessen sind,
dass davon die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden gedeckt werden können, so bekommt das
Defizit eine besondere Note. Es dürfte die Summe von
Misswirtschaft, Zinsen, Steuerflucht, Schwarzarbeit, Sozialmissbrauch und
eben jener Steuerhinterziehungen sein, die hier zu Buche schlagen.
Greift man sich den Punkt Steuermoral heraus, so leben wir in
einer Dreiklassengesellschaft. Dies sind die Armen, deren Zahl
ständig wächst und die nur von den Verbrauchssteuern und der
Mehrwertsteuer betroffen sind. Dann kommen die Berufstätigen und
Rentner, die sich dem Fiskus fast gar nicht entziehen können. Über
allem thronen die Großverdiener und die Superreichen. Bei dieser
Gruppe spielen Geld und Steuern eigentlich keine Rolle. |
Dennoch ist dort die Gier
am größten, wie immer wieder sichtbar wird. So
ist es auch nicht verwunderlich, dass zumindest in Hessen die größte
Anzahl der Selbstanzeiger aus Frankfurt, Hofheim, Kronberg, Bad Homburg
und aus Darmstadt kommen. Es sind gleichzeitig jene Gegenden, in denen die
Hessische Landespolitik wirklich "gemacht" wird. Vielleicht gehören
diese Selbstanzeigen sogar zu den Auswirkungen der speziellen Landespolitik, denn Hessen
sträubt sich bekanntlich gegen den Erwerb der bewussten Steuersünder-CDs,
die landauf landab angeboten und die bestimmt auch von einem der
Bundesländer gekauft werden. Dann kommen Querinformationen auf dem
legalen Weg auch zu Hessens Finanzämtern, wie es vor einigen Jahren schon
einmal der Fall war. Was allerdings mit den Finanzbeamten geschah, die den
damaligen Hinweisen nachgingen, ist hinlänglich bekannt. Die Verfolgung erbrachte deshalb in Hessen trotz hoher Steuersünderdichte nur
seltsam magere Ergebnisse. Nun haben die Steuersünder womöglich auf Zuruf
rechtzeitig die Gelegenheit zur Selbstanzeige bekommen. Man greift zu
diesem Strohhalm, weil das
gleiche Verfahren ein zweites Mal nicht mehr funktionieren wird. Dafür
sind die Öffentlichkeit und die Presse zu wachsam.
Amnestie
bei Selbstanzeige
Im
§ 371 AO ist die Straffreiheit bei Selbstanzeige geregelt. Deren
Unwirksamkeit ist dagegen im § 371 Abs. 2 AO geregelt. Demnach geht nicht
straffrei aus, wenn der Prüfer bereits erschienen ist, dem Täter
oder seinem Vertreter die Einleitung des Verfahrens wegen der Tat bekannt
gegeben wurde oder die Tat
entdeckt war, der Täter dies wusste oder davon ausgehen musste.
Der Zeitpunkt ist also wichtig. Gut, wenn man als Steuerhinterzieher einen
Vorsprung bekommt.
Es
war bisher mehrfach die Rede davon, dass Finanzbehörden einiger
Bundesländer die angebotenen CDs bereits stichprobenartig prüften, um die
mögliche Höhe der gesamten Steuernachforderungen zu beurteilen.
Schließlich verlangen die Datenklauer eine stattliche Summe. Das
setzt voraus, dass bei einem Teil der Steuersünder Ross und Reiter offen gelegt wurden. Also
müssen einige Täter davon ausgehen, dass sie bereits aufgeflogen sind.
Ob sie einen Hinweis erhielten und was ihnen der Hinweis wert war, wird
man nie ermitteln können. Den erfolgten Selbstanzeigen liegt sicherlich
keine Reue sondern möglicherweise sogar weitere Straftatbestände
zugrunde, denen sich Informanten schuldig machten.
Ein
wesentlicher Punkt der Straffreiheit ist übrigens, dass die Steuerschuld innerhalb
einer gesetzten Frist zurückgezahlt wird. Auch das liegt im Ermessen der
Steuerbehörden. Die Selbstanzeiger dürften die
Beträge wohl aus ihrer Portokasse bezahlen, sonst hätten ihnen ihre
Anwälte nicht zu diesem Schritt geraten. Hätten sie das Geld nicht, träfe sie
trotz Selbstanzeige die volle
Wucht des Gesetzes.
In
unserem Land gibt es also praktisch eine Amnestie für gescheiterte
Steuerhinterzieher. Während bei anderen Straftaten bereits die Absicht
strafbar ist, wird hier sogar die Vollendung - in manchen Fällen sogar
die jahrelange permanente Vollendung - mit Straffreiheit bedacht. Ein
Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Gesetze werden natürlich von der Politik
und Interessengruppen gemacht. Dort muss man auch die Ideengeber für solche
Gesetzeskonstruktionen suchen.
Vielleicht
gibt es ja auch bald eine Amnestie für Hartz IV-Empfänger, die sich
einige Euro nebenbei erschlichen, um über die Runden zu kommen. In ihrer
Lage könnte man ja auch ein Auge zudrücken - schon wegen der
Gleichbehandlung.
Ach
- ich vergaß: es gibt ja Guido Westerwelle... !
Übrigens:
Aus der Vorankündigung
der Sendung Panorama für heute Abend 21:45 Uhr geht hervor, dass sich
in der Politik bereits Widerstand gegen den Paragrafen regt, denn es ist
bekannt geworden, dass Schweizerische Banken ihre Kunden vor der drohenden
Strafverfolgung warnten. So liegen Schreiben vor mit folgender Passage: "Wir
bitten Sie ebenso dringend wie herzlich, zur Kenntnis zu nehmen, dass die
Maßnahmen der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung zu ihrer
Ermittlung führen werden." Alles Weitere kann der
Vorankündigung entnommen werden.
Veröffentlicht
am 18.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Mobilfunk-Skandal
Seit
einigen Jahren befassen sich Maintaler Ärzte, Fachleute, einzelne
Kommunalpolitiker und besorgte Bürger mit den Auswirkungen der immer
dichter werdenden Versorgung mit Mobilfunkstrahlung. Mit Vorträgen, Aufklärungsaktionen
und letztendlich zielgerichteter Arbeit in der Mobilfunkgruppe der Lokalen
Agenda Maintal kämpft die Gruppe um ein Konzept zur schonenden Versorgung
mit Mobilfunkstrahlung und um das Einsetzen wirklicher Prävention von Seiten
des Magistrats und der Fachabteilungen. Alle bisherigen Bemühungen
prallten von den Letzterwähnten ab, weil sie sich auf die trügerische
Sicherheit des amtlichen Strahlungs-Grenzwertes verlassen. Dieser ist
jedoch auf wissenschaftlich nicht haltbare Weise zustande gekommen, wie
Prof. Dr. Zimmer kürzlich ausführlich erläuterte.

Die
Wissenden übernehmen die Verantwortung über die Unwissenden
Bei
den letzten öffentlichen Zusammenkünften der thematisch Interessierten
kam klar zur Sprache, dass diejenigen, die mehr über die Gefahren für
die Gesundheit wissen, die Verantwortung für diejenigen tragen, die nicht
über das Wissen verfügen und deshalb die Technik sorglos nutzen. So
tragen zum Beispiel Eltern für ihre Kinder, Angehörige für ihre
Senioren, Lehrer für ihre Schüler, Ärzte für ihre Patienten,
Kommunalpolitiker und der Magistrat für die Bürger ihrer Kommune
Verantwortung. Man kann zwar niemand zur Rechenschaft ziehen, der dieser
Verantwortung nicht gerecht wird. Es gehört aber zur ethischen Pflicht,
seine Mitmenschen vor Gefahren zu schützen.
Die
Politik fördert die innovativen Technologien, vernachlässigt jedoch die
damit einher gehende Forschung hinsichtlich der Unbedenklichkeit solcher
Technologien. Das wird generell über die Forschungsmittel gesteuert. Die
Kommunikations-Branche gibt Unsummen für das Widerlegen von Studien aus,
die ihrer kommerziellen Zielsetzung zuwider laufen. Sie wählen bei der
Versorgung mit Mobilfunkstrahlung stets den für sie kostengünstigsten
und technisch optimalen Weg, ohne die Gesundheit der Menschen zu berücksichtigen.
Die kommunalen Verwaltungen sind die einzigen Partner, die für schonende
Versorgungs-Konzepte sorgen können. Doch das Interesse ist gering. Die
demonstrative Abwesenheit der Verantwortlichen der kommunalen Verwaltung
bei entsprechenden Vorträgen und Aufklärungsaktionen könnte inzwischen
so gewertet werden, dass man der Information aus dem Weg geht, um die
gewonnenen Erkenntnisse nicht umsetzen zu müssen.
Allen
Zweiflern und sich verantwortlich fühlenden Mitmenschen füge ich deshalb
zwei Schriftstücke eines Streites zwischen zwei anerkannten
Wissenschaftlern bei. Es handelt sich um Professor Alexander Lerchl,
Leiter der deutschen Strahlenschutzkommission(SSK), Ausschuss
Nichtionisierende Strahlung und Dr. Joachim Mutter, FA. für
Hygiene und Umweltmedizin.
http://www.klee-klaus.de/Mobilfunk/Mutter_Lerchl_Brief_100206.pdf
http://www.klee-klaus.de/Mobilfunk/Mutter_Lerchl_Doku_100206.pdf
Wer
noch tiefer in den Disput einsteigen möchte, kann sich im Elektrosmog-Forum
des IZgMF informieren. Hier wird auch deutlich, auf welchem Weg der
Schriftwechsel öffentlich wurde. So
kann sich jeder ein Bild von der Situation machen, die uns unmittelbar
betrifft.
Wohl
gemerkt: Das ist die heutige Situation. Aus dem nachfolgenden Artikel geht
hervor, wie die Kommunikations-Branche die Zukunft einschätzt. Im
wichtigsten Absatz heißt es:
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Um
die Kehrseite des Booms werden sich vor allem die Mobilfunkbetreiber
kümmern müssen. Die explodierende Datenmenge bringt die
Netz-Kapazitäten manchmal schon heute an ihre Grenzen und der
Daten-Tsunami rollt erst noch an. Die Antwort ist der
UMTS-Nachfolgestandard LTE (Long Term Evolution). Erste LTE-Netze
werden gerade getestet, der kommerzielle Start der Dienste steht in
den kommenden Jahren an...
|
Die
Smartphones werden den größten Teil der Datenlast tragen und sollen 2013
bereits 40% Marktanteil besitzen.. Damit ist der extensive Ausbau der
Mobilfunkkapazitäten vorprogrammiert - und das ohne wirksamen Schutz der
Bevölkerung.

Warum
spreche ich von einem Skandal?
-
Abseits
der breiten öffentlichen Wahrnehmung, jedoch im Blickfeld aller
Fachleute und der zuständigen Gremien der Bundesregierung wird über
Gefahren für die Menschen dieses Landes offen diskutiert und es wird
nichts mit den Erkenntnissen unternommen. Das ist ein Skandal!
-
Die
Experten sprechen sich gegenseitig die Reputation ab, anstelle ihr
Wissen in richtige Handlungen münden zu lassen. Das ist ein
Skandal!
-
Bis
hinab in die Kommunen herrscht das Prinzip der drei Affen: Nichts
sehen, nichts hören nichts reden. Die Bürger werden in der
Gefährdungslage gelassen und selbst weitere Gefährdungen werden
nicht verhindert oder minimiert. Das ist ein Skandal!
Hier
ist die Initiative vieler überzeugter und besorgter Bürger gefragt,
damit die Kommunalpolitik die richtigen Anweisungen erteilen kann. Es wird
Zeit, dass auch die gewählten Vertreter der Bürger ihre Affen-Taktik
verlassen und sich zumindest informieren. Wenn sie dann immer noch der
Meinung sind, es sei alles in Ordnung, dann sollten sie es so sagen, dass
man sich bei den nächsten Wahlen danach richten kann.
Veröffentlicht
am 14.02.2010, ergänzt am 16.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Die
FDP, der Kropf der Bundesregierung

In
unseren Landen entblößt die FDP immer ungehemmter ihr wahres Gesicht und
erfüllt zum Ärger der CSU den hohlphrasigen Koalitionsvertrag mit
lobbyistenfreundlichem Leben. Zuerst müssen mal die Spender befriedigt
werden. Blauäugig ist, wer etwas anderes erwartete. Kompromisslos wird
Macht demonstriert und ausgeübt, als gälte es einen kurzen heftigen
Rausch auszuleben. Dabei ist jedes populistische Mittel recht. Selbst der
Keil zwischen CDU und CSU wird munter vorangetrieben. Der Kitt, der alles
zusammenhält, ist die machtbesoffene Kanzlerin, die als einzige ehemalige
Ostdeutsche eine Rolle in der Regierung spielt. Der Rest möglicher
ostdeutscher Kandidaten für das Kabinett ist noch nicht ausreichend an
das hiesige vielschichtige Machtgefüge herangeführt. Das ist man erst,
wenn man begriffen hat, wie bundesdeutsche Politik funktioniert. Die FDP
beherrscht diese fragwürdige Kunst beeindruckend.

Guidos
Republik gleicht einem bundesdeutschen Garten Eden, in dem es
gilt, das zu genießen, was einem am besten schmeckt. Was verfuttert ist,
ist weg. Also muss man dafür sorgen, dass für die Feinschmecker
genügend da ist. Es handelt sich bei Guidos Republik zwar noch
nicht um eine Bananenrepublik. Doch wir sind auf dem besten Weg
dorthin, wenn keine solidere Politik Einzug hält.
Gesundheitsminister Rösler entpuppte sich als Anwalt der privaten
Krankenkassen und als Freund der Pharmaindustrie. Auch
die Ärzteschaft fühlt sich bei ihm gut aufgehoben. Wirtschaftsminister
Brüderle lebt seine Vorliebe fürs Gastrononische und die Hoteliers aus.
Auch weicht er Dieter Hundt kaum von der Seite. Man braucht schon
genügend Anleitung für sein Amt, wenn man jahrelang eigentlich schon
ausgemustert und fast nur noch auf Weinfesten zu finden war. Aber auch die
anderen FDP-Leute in hochrangigen Posten geben ein schwaches Bild ab,
während sie ihre Unterstützerklientel bedienen. Sie sind halt keine
politischen Schwergewichte und haben sich in der Opposition gewaltig zu
ihrem Nachteil verändert. Über allem
tänzelt Guido Westerwelle auf dem Hochseil der Politik, immer dem Absturz
nahe. Die politische Konkurrenz sitzt dabei in der Loge und kommentiert
tatenlos jeden Wackeler, als warte sie nur auf den Absturz, der sich
bereits in den Umfragewerten ankündigt.
Die
Bundesbürger sind nämlich seit der Wahl ernüchtert, weil sich ihre
insgeheimen Befürchtungen bestätigten. Dabei schaut man natürlich auch
in andere Bereiche, in denen die FDP für Mehrheiten sorgte. So ist zum
Beispiel die Regierungsbeteiligung in Hessen eine gewaltige Hypothek für
die FDP. Während der CDU-Parteispendenaffäre hielt Ruth Wagner sklavisch
an Roland Koch und ihrem Platz in der Landesregierung fest. Heute sieht
sich Jörg-Uwe Hahn als dicker Männerfreund Kochs in der gleichen Rolle.
Auch er sieht tatenlos zu, wie Steuersünder geschont und Steuerbeamte
für paranoid erklärt und nach Hause geschickt werden. Selbst im Fall
Wolski rührt sich kein liberales Gedankengut, obwohl Hahn Rechtsanwalt
ist und beurteilen kann, wie sehr hier das Recht gebeugt wird. Nein - man
ergreift sogar für die mutmaßlichen Kriminellen Partei.
Westerwelle
ist mit Abstand der FDP-Politiker, der seine Maske des Biedermannes am
schnellsten wegwarf und nun sein wahres Gesicht zeigt, wie seine
Äußerungen zu Hartz IV und zu seiner sozialen Kompetenz verraten. Dafür
bezieht er nicht nur vom Koalitionspartner sondern vom gesamten
Parteienspektrum, den Gewerkschaften und den Sozialträgern eine gewaltige
Abfuhr. Schamlos wird verallgemeinert und es werden Klischees benutzt, um
die FDP-Wähler zu begeistern und ihre Genugtuung über ihren Platz auf
der Sonnenseite des Lebens zu fördern. Dabei kann auch er keine
Arbeitsplätze schaffen, bestenfalls Beschäftigungsprogramme.
Der
technische Fortschritt entdeckte vor Jahren die menschliche Arbeitskraft
und den damit verbundenen Kostenfaktor als Einsparungspotenzial. Die
Automatisierung und die Computerisierung ermöglichten das Herausnehmen
der mittleren Ebene aus den Unternehmen und den hemmungslosen
Stellenabbau. Damit ging auch die in Unternehmerkreisen willkommene
Schrumpfung der Gewerkschaften und deren Schwächung als Tarifpartner
einher. Die Zeitarbeit und Hartz IV erledigten den Rest, der zur heutigen
Situation führte.
All
diese Entwicklungen gingen stets mit der Gewinnmaximierung der Unternehmen
und der Steigerung der Arbeitslosigkeit einher. Zahlen, die einen
Rückgang der Arbeitslosigkeit suggerierten, waren auf die fragwürdige
Zuordnung der Zeitarbeit zurückzuführen. Dort wurden die Menschen als in
Arbeit stehend geführt, auch wenn sie keine Arbeit hatten. Die
Statistiken befinden sich voll in der Hand der Regierenden und werden nach
Belieben geschönt.
Nur
eine deutliche Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich kann
die Menschen wieder in Arbeit bringen, den Staat entlasten und die
Sozialsysteme stärken. Die Arbeitskraft ist zur Ramschware verkommen, der
sich die Unternehmen nach Belieben bedienen. Soziale Verantwortung findet
man bestenfalls noch in den Unternehmensleitlinien, um die Öffentlichkeit
zu täuschen. Für dieses System steht die FDP wie keine andere Partei.
Soziale Flügel großer Parteien haben hiergegen kaum eine Chance, seitdem
sich die bundesdeutsche Parteienlandschaft veränderte. Man opfert einen
Teil der Gesinnung, um Macht ausüben zu können. Wer regieren will, muss
aber Koalitionen bilden, in denen man sich wiederfindet. Das
ist allerdings eine Frage des Charakters und der Ehre.
Die
CDU/CSU riskiert mit der FDP im Boot den totalen Schiffbruch, denn diese
Kombination wird zu einer argen Belastung für die Republik
und die Länder. Mit der jüngsten Steuerpolitik werden die Landkreise,
die kreisfreien Städte und die Gemeinden hemmungslos in die
Schuldenfalle getrieben. Der vereinzelte Widerstand innerhalb der eigenen
Reihen zeigt, dass die Entwicklung auch dort kritisch gesehen wird. Doch
man arbeitet die diffus formulierten Punkte des Koalitionsvertrages
ab und lässt zu, dass die wachsweichen Formulierungen gnadenlos
ausgereizt werden.
Diese Regierung und dieser Koalitionspartner haben
keine wirklichen Rezepte für den Weg aus der Krise. Sie wursteln herum
und hoffen auf ein Wunder. Sie haben ständig Angst davor, dass all die,
denen sie das Blaue vom Himmel versprachen, sofort auf den Arbeitsmarkt
schädlichen Einfluss nehmen, wenn sie ihnen ihre Wünsche nicht weiterhin erfüllen. Die
Regierung hat das Heft schon lange nicht mehr in der Hand. Mag
auch die Kanzlerin in ruhender Pose am Lenkrad sitzen. Solange
Westerwelle, Rösler, Brüderle & Co munter an der
Gangschaltung herumspielen, wird keine sichere Fahrt möglich sein.
Irgendwann ist man dann in der Bananenrepublik angekommen.
Veröffentlicht
am 12.02.2010, ergänzt am 13.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Er
hat wieder gut Lachen!
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Auf
den Zahn gefühlt
Bei
der Firma Degudent in Hanau stehen
Betriebsratswahlen an und die alte Diskussion um die Listenwahl entbrennt
neu. Nach dem Verkauf an einen amerikanischen Investor wurde damals ein
neuer Betriebsrat nach dem Persönlichkeitswahlverfahren installiert. Die
Erfahrungen mit diesem Betriebsrat veranlasste vornehmlich die
organisierten Betriebsangehörigen, bei der nächsten Betriebsratswahl
wieder zur früheren Listenwahl zurückzukehren. Das rief eine Gruppierung
auf den Plan, die eine zweite Liste aufstellte. Infolge des verpassten
Abgabetermins wurde die Liste nicht zugelassen. Daraufhin soll diese
Gruppierung die Belegschaft dazu aufgerufen haben, die Stimmzettel
ungültig zu machen um eine Wiederholung der Wahl zu erzwingen. Rund 40%
der Wahlberechtigten wählten die gültige Liste, womit der Betriebsrat
rechtmäßig gewählt war. Die alternative Liste hatte das Nachsehen, weil
man sich nicht mit den Regularien vertraut gemacht hatte. Genau diese
Gruppierung will nun erneut zur Wahl antreten und nutzt die
Personalführungsstrategie des Unternehmens aus, um ihr Ziel zu
erreichen.
Für
den amtierenden Betriebsrat war das keine Überraschung, denn es passt
genau ins Bild, das ein Teil der Belegschaft abgibt. Wie in vielen anderen
Firmen besteht ein grundsätzliches Verständnisproblem zwischen
gewerblichen und kaufmännischen, tariflichen und außertariflichen
Mitarbeitern sowie Mitarbeitern, die sich als von der Basis abgehoben
einstufen. Es widerspricht deren Selbstverständnis, insgesamt nach einer
einzigen Liste zu wählen. Sehr oft wird das von der Geschäftsleitung
noch gefördert. Dazu bedarf es allerdings eines leitenden Angestellten,
der dies in die Hand nimmt.
Wie
aus den gerichtlichen Verfahren und innerbetrieblichen Besonderheiten der
Personalführung hervor geht, ist dieser Mann leicht auszumachen, weil er
einen verbissenen Kampf gegen Gewerkschaftler führt und immer wieder
Bestätigungen seines Talents braucht. Zumindest häufen sich die Fälle,
in denen er auffällig wurde. Es ist nicht auszuschließen, dass dem
Verhalten ein von der Geschäftleitung tolerierter oder unbemerkter
Persönlichkeitsdefekt zugrunde liegt. Allerdings scheint er sich noch auf
der Linie der Firmenphilosophie und des Unternehmensleitbilds zu befinden.
Das fällt jedoch auf Degudent insgesamt
zurück.
Belegschaft
sollte sich nicht auseinanderdividieren lassen
Bei
all der Aufregung, die durch die Berichterstattung der Frankfurter
Rundschau sowie die Kommentare aus der Belegschaft gekennzeichnet
sind, sollte sich die Belegschaft - auch die AT-Angestellten - darauf
besinnen, dass sie lediglich Betriebsangehörige sind und alle im gleichen
Boot sitzen. Jede Entscheidung der Geschäftleitung oder der Inhaber
trifft sie ungemindert, egal wo sie stehen. Vielleicht hilft hier der Satz
eines früheren Direktors der Degussa,
der meinte: "Wer mir bei kritischen Entscheidungen die Stirn bietet,
auf den kann ich mich auch in schwierigen Zeiten verlassen!" Was
damit gemeint war, ist einfach: Menschen, die mir nach dem Mund reden,
sind keine ernstzunehmenden Partner. Der Betriebsrat sollte aber ein
ernstzunehmender Partner sein. Also sollte man auch einen Solchen wählen.
Nun
liegt es an den Beschäftigten, sich richtig einzuordnen und den
Schulterschluss zu vollziehen. Es wird immer Menschen geben, die auf
seltsamen Wegen fragwürdige Ziele erreichen wollen. Die Gewerkschaftler
würde ich davon ausnehmen. Es mag sein, dass Betriebsratsmitglieder
infolge der Zeit und Mühe, die sie bereits in ihr Amt legten, eine
weitere Amtszeit anstreben und deshalb sehr für sich werben. Das ist aber
auch verständlich, denn sie waren in einigen Fällen auch auf
Konfrontationskurs mit der Geschäftsleitung, um für Einzelne oder die
gesamte Belegschaft Dinge zu retten, die Betriebsräte und vor allen
Dingen Gewerkschaftler jahrzehntelang erstritten. Nur eine organisierte
Belegschaft kann Stärke demonstrieren. Infiltrierte Schleimer würden den
Betriebsrat nur schwächen.
Noch
ist es Zeit, sich zu besinnen - auch für die Geschäftsleitung. Nur die
Entspannung und die Abkehr von der absonderlichen Personalpolitik kann Degudent
langfristig auf der Erfolgswelle halten. Warum leistet man sich nicht
einfach einen fähigeren Personalchef? Möglicherweise wäre das Problem
damit bereits gelöst.
Veröffentlicht
am 11.02.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Korruptionsbekämpfung
treibt in Maintal herrliche Stilblüten
In
Maintal wurde eine Korruptions-Diskussion vom Zaum gebrochen, die nicht
abebben will. Viele Bürger wollen einfach nicht akzeptieren, dass noch
nicht einmal zur Weihnachtszeit kleine Aufmerksamkeiten und Zeichen des
Dankes an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen städtischer Einrichtungen
gegeben werden dürfen. Schuld daran dürfte ein Ethik-Seminar gewesen
sein, bei dem das Thema Korruption und Vorteilsgewährung in besonders
starkem Schwarz/Weiß-Denken zelebriert wurde. Die wirkliche Korruption
wird damit nicht eingedämmt oder minimiert, denn dazu gehört die
Bereitschaft, sich korrumpieren zu lassen. Das liegt wiederum im Wesen des
Einzelnen begründet oder ist nur eine Frage des Geldbetrages oder der
Gegenleistung. In den sozialen Bereichen der Stadt Maintal sind derartige
Maßnahmen allerdings völlig fehl am Platz.
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Was
zunächst wie eine geradlinige Maßnahme aussieht, kann viele
Ursachen haben. Womöglich ist sie eine Reaktion auf viele von
Bürgern als dubios empfundene Vorgänge und Entscheidungen im
Bereich der politisch Verantwortlichen. Hier kommt schnell der
Verdacht auf, dass es nicht immer mit rechten Dingen zugeht und
bestimmte Zusammenhänge hierfür ursächlich sind. Wo für Maintal
als Stadt kein direkter Vorteil erkennbar ist und die Vorteile
überwiegen, die Geschäftspartner der Stadt haben, blühen völlig
verständlich die Phantasien. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit
der Macher und der Argumente, ob diese Eindrücke vermehrt
entstehen. Dabei ist nicht ganz unerheblich, dass wohl kein Bürger
ernsthaft annimmt, dass Maintal hinsichtlich Korruption und
Vorteilsgewährung ein weißer Fleck der Landkarte sein soll. |
So
gesehen war es schon wichtig, die Problematik zu vermitteln. Dass dies
jedoch zielgerichtet den städtischen Bediensteten vermittelt wurde, die
wohl am Ende der möglichen Korruptionskette stehen, war eher
überflüssig, weil ihr Beeinflussungspotential viel zu gering ist. Genau
da regt sich jetzt erheblicher Widerstand, der allerdings vom
Bürgermeister wirkungslos abprallt.
Bürger
werden kriminalisiert
Was
ist wirklich geschehen? Die Mitarbeiter der Kindergärten und des MSHD
sowie anderer Bereiche wurden angewiesen, keine Aufmerksamkeiten und
Geschenke anzunehmen und diese offen als Akt der Bestechung zurück zu
weisen. Das wurde vielfach von den Gebern als offen ausgesprochene
Beleidigung und von den Zielpersonen als Anweisung empfunden, die eine
fatale Unterstellung beinhaltet: Man habe sich einen Vorteil verschaffen
wollen. Aus dem Akt einer völlig ohne Hintergedanken empfundenen
Dankbarkeit wurde dadurch ein krimineller Akt.
Natürlich
gibt es die Problematik, dass Menschen bevorzugt werden wollen, wenn die
Inanspruchnahme einer Leistung unterschiedliche Qualität haben kann. Dann
ist das aber eine Frage, welche Gründe die unterschiedliche Qualität
haben kann. Vielleicht möchte mancher "Kunde" auch nur die ganz
speziell benötigte Qualität oder die außergewöhnliche Art des
Angehörigen mit einem kleine Präsent ausgleichen. Das ist doch ganz
natürlich. Hiervon generell die Absicht abzuleiten, sich bewusst einen
Vorteil verschaffen zu wollen, ist sehr gewagt. Menschen, die gepflegt
werden, haben kaum eine Möglichkeit, einen solchen kleinen Ausgleich für
entgegengebrachte Mühe zu schaffen. So veranlassen sie die Angehörigen,
ein kleines Präsent zu übergeben. Dieser Akt der sozialen Empfindung ist
oft wichtig, um das Selbstwertgefühl und den Platz in der Gesellschaft
erträglich zu gestalten.
Die
wirkliche Gefahr lauert in den Entscheidungsebenen
Müsste
man nicht eher den Investoren und Geschäftspartnern Maintals klar machen,
dass sie ebenfalls als ganz normale Bürger behandelt werden und für sie
keine Extrawürste gebraten werden? Ihre Präsente haben keinen
zwischenmenschlichen Hintergrund sondern sind nur auf Profit ausgelegt.
Dort lauern die wirklichen Gefahren!
Es
geht bei Ethik nicht darum, einige Flaschen Wein zurück zu senden,
sondern um generelle Geradlinigkeit im Amt, bei der sich jede politische
oder nicht sachbezogene Variante der jeweiligen Entscheidung verbietet.
Man erinnert sich in Maintal unwillkürlich an das politische Gezerre um
das HÖHL-Gelände, das Gelände des ehemaligen Bischofsheimer Rathauses,
die Entscheidungen zugunsten GEISHEIMER und das Mobilfunkverhalten, um nur
einige Beispiele zu nennen. Auch wenn Vorteile oder ein anderer Ausgleich
gewährt werden, ohne dass eine direkte Gegenleistung offen sichtbar ist,
kann das Gründe haben, die ethisch bedenklich sind.
Im
Fall der Kelterei HÖHL profitierten Jahrzehnte lang viele Vereine und
einige Parteien von der spendablen Art der Kelterei, ohne dass daran
gedacht wurde, dass eines Tages ein bestimmtes Verhalten im Raum stehen
würde, dem man entsprechen soll. So kam es dann auch, was man an den
Eiertänzen vieler Kommunalpolitiker und deren endgültiger Entscheidung
erkennen konnte. Bei der zukünftigen Restabwicklung der Kelterei wird man
sehen, ob die sich diese Art der späten Dankbarkeit bereits erschöpft
hat.
Große
Firmen befassen sich ebenfalls mit der Problematik "Ethik" und
haben dafür Regeln entwickelt, die dem Sachverhalt gerecht werden. Hier
wird exakt zwischen Personen unterschieden, die Aufträge vergeben,
Verträge abschließen oder ausformulieren, über Leistungen entscheiden
oder bauseitige Leistungsnachweise beglaubigen sowie Personen, die
lediglich in der Administration tätig sind. Hier legte man
Größenordnungen und Toleranzgrenzen fest, die unverfänglich sind und
man wirkte darauf ein, dass diese Mitarbeiter so entlohnt werden, dass
Anreize für Bestechlichkeit minimiert werden. Dieser Weg wäre auch im
kommunalen Bereich zweckmäßig. Es gilt also, im Rathaus noch einmal
darüber nachzudenken.
Veröffentlicht
am 22.01.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Tote
können nicht mehr aussagen
Die
Politik der alten Männer ist Gegenstand des Verfahrens gegen den
geständigen Waffenlobbyisten Karlheinz-Schreiber. Zumindest
zerrt er jetzt vornehmlich verstorbene Zeitzeugen ins Rampenlicht, um
ihnen den letzten Rest an einstiger Würde zu nehmen. Aber auch lebende
Politiker, wie Roland Koch geraten in die Nähe der
damaligen Praktiken, nachdem Schreiber das Verfahren thematisiert, wie die
CDU und die CSU jahrelang "Spenden" oder Schmiergelder so
portionierte, dass man sie nicht anmelden musste. Man bediente sich
angeblich der Namen Verstorbener, auch wenn diese nur aus Todesanzeigen
entnommen waren. So dürften auch die "jüdischen
Vermächtnisse" der hessischen CDU entstanden sein. Mit diesen
Geldern wurden und werden immer noch Wahlkämpfe bestritten und somit
Wahlergebnisse ermöglicht, die mit Anstand und Überzeugungskraft nicht
zu erzielen wären. Ergänzt man das Szenario um die neuesten
Spendenskandale sowie die Arbeitsweise bestimmter Hessischer Finanzämter,
so entsteht ein Bild der Politik, das unanständiger nicht mehr sein kann.
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Veröffentlicht
am 21.01.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Erika
Steinbach, die Vertriebenen und kein Ende
Millionen
Menschen auf der ganzen Welt wurden aus ihrer Heimat vertrieben und auch
in Zukunft wird das leider der Fall sein. Die Gründe sind sind ethnischer
Natur, Jahrhunderte langer Hass und Zwist zwischen Staaten oder
Volksgruppen. Hinzu kommt natürlich die Machtbesessenheit der Herrscher
und Politiker. Es macht keinen Unterschied, wo das passierte und wen es
betraf oder zukünftig betrifft. Das Ziel muss es sein, wirkungsvoll
aufzuklären und nach besten Kräften zu realisieren, dass Menschen auf
der ganzen Welt in ihrer Heimat bleiben dürfen und können, wenn sie das
wollen. Absolut kontraproduktiv ist es, das Rad der Geschichte
zurückdrehen zu wollen oder alte Ressentiments zu beleben. Mit dem
Zentrum gegen Flucht und Vertreibung setzt der Stiftungsrat "Flucht,
Vertreibung, Versöhnung" ein klares Zeichen. Die Vorsitzende des
Bundes der Vertriebenen (BdV) Erika Steinbach scheint jedoch
im Stiftungsrat zunehmend eine Unperson zu sein, wie der fortwährende
Konflikt zeigt.
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Karikatur:
Kurt Halbritter |
Erika
Steinbach und der BdV unternehmen gerade den Versuch, den
13-köpfigen Sitzungsrat, in dem der BdV drei Sitze inne hat,
kräftig aufzustocken und den Einfluss der Regierung, die natürlich
die Zeche des Informationszentrums zahlt, auszuschalten. Angeblich
will man damit "politische Einflussnahme" verhindern.
Dieses Argument kommt gerade vom BdV, dessen Funktionäre in großer
Zahl in bestimmten politischen Parteien sitzen und jahrelang sogar
mit ihrer NS-Vergangenheit konfrontiert wurden. Insgesamt wurden 13
Millionen Menschen aus dem Osten vertrieben, als die Siegermächte
des Zweiten Weltkrieges die Grenzen neu zogen und die einzelnen
Staaten die nun gültigen Gebiete "säuberten". Dass das
ein großes Unrecht war und immer noch ist, kann nicht bestritten
werden. Es ist jedoch die Frage, ob solche Vorgänge umkehrbar sind.
Bis zur endgültigen Aussöhnung der BRD mit ihren östlichen
Nachbarn und der Anerkennung der Oder/Neiße-Linie als Grenze
zwischen Polen und der BRD kämpfte der BdV gegen diese Entwicklung,
die für die Wiedervereinigung und ein vereintes Europa so eminent
wichtig war. |
Wer
nimmt dem BdV und seiner Vorsitzenden Erika Steinbach
wirklich ab, dass sie das ursprüngliche Ziel des BdV wirklich verließ
und vorbehaltlos im Sinne der Stiftung wirken kann. Die anhaltende
Diskussion in der Öffentlichkeit und letztendlich die Haltung der FDP
sorgte dafür, dass sie nun keinen Anspruch mehr auf den Vorsitz im
Stiftungsrat erhebt. Sie verbindet das allerdings mit Forderungen, die
besonders bei den auf Aussöhnung bedachten Nachbarstaaten Argwohn wecken
und bis hin nach Brüssel Europäische Gedanken stören.
An
dieser Stelle muss man auch die Erfahrungen unserer Nachbarn und der
verfolgten Minderheiten in Europa berücksichtigen, die sie mit uns
während der NS-Zeit machten. Anhänger deutschsprachiger und mit uns
sympathisierender Volksgruppen beteiligten sich an Vertreibung und
Vernichtung. Wen wundert es, dass sich das bei Kriegsende völlig
undifferenziert gegen uns richtete?!
Polen
scheint die Aussöhnung aufrichtiger zu betreiben als zum Beispiel
Tschechien. Dafür ist man in Polen empfindlicher, wenn Zweifel aufkommen.
Und genau diese Zweifel werden genährt, wenn der BdV im Stiftungsrat ein
noch deutlicheres Gewicht bekommt und das Gewicht der Regierung verloren
geht. Dass eine starke Regierungspartei dies auch noch unterstützt,
könnte leicht als erstes Anzeichen für ein Umdenken auf Deutscher Seite
gewertet werden. Noch ist unsere braune Vergangenheit nicht bewältigt!
Mit
den Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union verlieren die Grenzen
zunehmend an Bedeutung und jeder Ort Europas kann von jedem Europäer
aufgesucht werden und er kann sich dort auch niederlassen. Doch die
Lebensumstände in der ehemaligen Heimat vieler Vertriebener haben sich
gewaltig verändert und die Nachfolgegenerationen der Vertrieben werden
wohl kaum dorthin zurück wollen, wo ihre Väter und Großväter gelebt
haben. Sie haben ihren Lebensmittelpunkt längst an neuer Stelle. Es
besteht also kein Grund für aufgewärmte Heimatgedanken und Gedanken an
die Rückkehr, es sei denn, es stünden durchsetzbare Ansprüche im Raum.
Genau davor haben unsere Nachbarn Angst. Wer sagt ihnen denn, dass die
Deutschen, die sie damals kennen lernten, heute ganz andere Menschen sind.
Sie werden die Debatten kritisch verfolgen.
Veröffentlicht
am 05.01.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Magere
Charakterisierung Maintals in WIKIPEDIA
Vor
einiger Zeit war unsere Stadt in der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA
noch wesentlich besser charakterisiert und umfangreicher verlinkt als
heute. Natürlich müssen derartige Nachschlagewerke regelmäßig
durchforstet und editiert werden, damit sie bestimmten Ansprüchen gerecht
werden. Im Fall Maintal scheinen einige Personen sehr heftig geändert und
gelöscht zu haben. Das Ergebnis ist ein Maintal, in dem weder Kultur,
noch Vereinsleben stattfindet. Dafür ist das Thema Politik sehr stark
aufbereitet. Außer den geschichtlichen Seiten von Peter Heckert sind
keine Links mehr zu finden, über die sich Interessierte intensiver
über Maintal informieren könnten. So wurde auch der Link auf meine Seite
entfernt, die allerdings nicht immer die angenehme politische Seite
Maintals verdeutlicht.
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Man
kann Änderungen in WIKIPEDIA nachvollziehen. Leider liegt das
große Aufräumen schon länger zurück und nachträgliche
Diskussionen scheinen wenig Sinn zu machen. So kann man nur über die
Initiatoren und deren Beweggründe spekulieren. Wie einer meiner
Leser sehr richtig bemerkte, sollte der Eintrag über Maintal mit
wesentlich mehr Leben erfüllt werden, damit sich Interessierte ein
umfassendes Bild von Maintal machen können. Als Richtschnur für
die Gliederung und den Themenumfang sollte die Seite der Stadt
Frankfurt am Main dienen, die WIKIPEDIA selbst in die Liste der
besten Seiten aufnahm.
Wo
sind also für Maintal die Beiträge namhafter Träger des
kulturellen Lebens, der Straßenfeste und der Weihnachtsmärkte? Ich
habe heute das Thema "Kultur" auf der Maintal-Seite in
WIKIPEDIA angerissen und es muss jetzt ergänzt werden. Dazu muss
man sich allerdings dort anmelden und sich etwas mit der Gestaltung
und den Regeln befassen. |
Die
Änderungen werden erst sichtbar werden, wenn ein wachsames Auge die
Änderungen frei gegeben haben. Es kann also einen Moment dauern.
Vielleicht wird ja auch wieder die Löschung des Eintrags betrieben. Beim
Ausgestalten der Maintal-Seite muss man damit rechnen, dass andere
Zeitgenossen und Lektoren immer wieder versuchen, Änderungen vorzunehmen. Das kann im
angehängten Diskussionsforum zu Ärger und Verdruss führen. Hier ist
allerdings Sachlichkeit gefragt und man kann notfalls die Richtlinien von
WIKIPEDIA heranziehen. Wichtig ist, dass sich Personen nicht zu
Gralshütern eines positiven Maintal nach ihren Gesichtspunkten
aufschwingen und jegliche Möglichkeiten der auch etwas kritischeren
beziehungsweise differenzierten Darstellung verhindern.
Interessierten
Neubürgern und Zuzugswilligen sollte man vermitteln, dass Maintal eine
lebendige Stadt mit einem quirligen kulturellen Leben ist, Senioren
hervorragende Lebensbedingungen und Familien ein gutes soziales Angebot
vorfinden. Die parteipolitische Information muss im richtigen Verhältnis
dazu stehen, denn die Parteien Maintals sind nicht gerade die Treiber
öffentlichen Maintaler Geschehens. Maintal ist mehr als das, was derzeit
in WIKIPEDIA zu lesen ist.
Veröffentlicht
am 03.01.2010 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Die
Kanzlerin von Lummerland
"Das
ist ja eine schöne Scheiße", dürfte unsere Kanzlerin gesagt haben,
als sie vor der Wahl die Nachricht von Kundus erhielt und in die Augen des
Verteidigungsministers schaute. "Wenn Hessen so schauen, dann ist
doch wieder irgend etwas faul...", dürfte sie gedacht haben.
"Herr Jung, ich will jetzt gar nichts hören!", könnte der
entscheidende Satz gelautet haben, als sie ihn wieder in sein Ministerium
zurückschickte. Und Jung wird gedacht haben: "Gut, dass ich die
Berichte noch nicht gelesen habe..." und seinen Hessischen Förderer
angerufen haben, damit wenigstens er Bescheid weiß, dass etwas im Busch
ist. Die wahre und umfassende Nachricht hätte - wäre sie an die
Öffentlichkeit gelangt - den Grünen und der Linkspartei genutzt sowie
allen kritisch denkenden Wählern bei der richtigen Stimmabgabe geholfen.
Das galt es zu verhindern. Dafür brauchte man eine Strategie.
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Franz-Josef
Jung und die heiße Kartoffel
In
solchen Situationen braucht man einen Politiker, der Erfahrungen auf
diesem Gebiet hat und im richtigen Ministerium sitzt. Franz-Josef
Jung war genau der Richtige und die Strukturen des
Verteidigungsministeriums passten genau zu der Taktik, zu der sich
jetzt niemand bekennen will. Ihm würde man abnehmen, dass er die
Berichte nicht selbst las. Sein adliger Nachfolger spöttelte zudem
nicht grundlos, dass die Berichte jetzt auch in übersetzter Form
vorlägen. |
Im
Bundesverteidigungsministerium scheint es seit längerer Zeit gang und
gäbe zu sein, dass man den Dienstherrn nur soweit informiert, wie man
seine Auffassungsgabe einschätzt. Gepaart mit der Überheblichkeit, zu
der Offiziere und Staatssekretäre nun mal neigen, kann das dazu führen,
dass man den Dienstherrn an der Nase herum führt. Politisch durfte man
als Militär vor der Wahl auch keine Schwäche demonstrieren, denn der
Grundwehrdienst stand wieder mal auf dem Prüfstand und eine Söldnerarmee
erscheint vielen Wählern zu vielseitig einsetzbar. Das alles kostet zudem
unser Geld, das momentan äußerst knapp ist. Jung war das richtige Objekt
für eine Hinhaltetaktik bis nach der Wahl. Es war allerdings klar, dass
ein Vorfall dieser Dimension restlos aufgeklärt wird und daraus
personelle Konsequenzen zu ziehen waren. Jung war das richtige Opferlamm,
man musste ihm nur den Ball als Retter der Union zuspielen. Ab diesem Tag
hätte er eigentlich blaue Augen haben müssen, wenn er dennoch glaubte,
man würde ihn nicht opfern. Sein Nachfolger konnte damit zudem unbefleckt
sein neues Amt als Verteidigungsminister übernehmen. So gesehen könnte
man den Betroffenen folgende Worte in den Mund legen, wenn diese Annahmen
stimmen:
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"Ich
wollte es nicht wissen!" "Ich
durfte es vor der Wahl nicht
wissen!" "Ich hatte
die heiße Kartoffel!" |
Abrechnung,
Ahnungslosigkeit und Reue
Im
Verteidigungsausschuss, den man in einen Untersuchungsausschuss
umfunktionierte, befindet man sich derweil informativ auf der Höhe, die
unsere Presse vorrecherchierte und man wird auch nur das zugeben, was
belegt werden kann. Die heiße Kartoffel wird jetzt zum Schwarzen Peter,
der munter weitergereicht wird. Mister Oberahnungslos, der amtierende
Außenminister, wäscht seine Hände in Unschuld, während sein Vorgänger
von der fremdinitiierten Informationsverzögerungstaktik profitiert. Doch
- wer glaubt schon, dass der Profi Frank Walter Steinmeier
bar jeder Information war? Leute seines Kalibers haben spezielle
Informationsquellen, die selten schweigen. Den exakten Informationsgrad
muss man ihm aber erst einmal nachweisen.
Theodor
zu Guttenberg hat ein ganz anderes Problem. Er mimt den taffen
Macher und ist ein Mann schneller Worte. Schnell zu konstatieren setzt er
womöglich mit "schneller begreifen als Andere" gleich.
Zumindest will er diesen Eindruck erwecken. Seine Blitzreisen sollen den
Eindruck der höchsten Informiertheit erwecken. Wenn - wie jetzt bekannt
wird - Oberst Klein die Arbeit der internationalen Presse und einiger
Inspektoren des Luftschlages bewusst behinderte, was wird man dem guten
Theodor gezeigt und nicht gezeigt haben? Er hat bei seinem Spagat zwischen
Truppe und Öffentlichkeit seine Hosen zerrissen. Was nun während der
Aufklärung abläuft, gleicht einem Scheingefecht mit Nebelkerzen. Wen
wundert es, dass die SPD den Ausdruck
"Selbstverteidigungsminister" kreierte. Zumindest ist aber zu
Guttenberg ein anderes Kaliber als sein Vorgänger.
Was
ist denn das für eine Kanzlerin?
Irgendwie
könnte man meinen, sie sei die Kanzlerin von Lummerland. Völlig
abgehoben scheint sie zu sein und nur noch in höchsten internationalen
Sphären zu schweben. Ihr Außenminister Ahnungslos schwebt um sie herum
oder hinter ihr her. Was die Ministerien machen, die sie zu beaufsichtigen
und zu lenken hat, lässt sie sich scheinbar nur in bestimmten zeitlichen
Intervallen berichten. Sie reagiert nur auf das, was inzwischen jeder
Bundesbürger in der Presse lesen konnte. Aber auch da scheinen ihre
Stiefelputzer und Speichellecker nur grob zu informieren, damit sie sich
nicht aufregen muss. Aufregung schadet dem Teint und die Mundwinkel
hängen ja von Hause aus schon herunter.
Irgendwie
scheint ihre Mentalität nicht zur Wichtigkeit ihres Amtes zu passen. Also
passen sich die ihr zuarbeitenden Ministerien ihrer Mentalität an und
behandeln sie so, wie sie es sich wünscht. Ich bin gespannt, was sie
verrät, wenn sie im Untersuchungsausschuss befragt wird. Solche
"Jungs" wie den Franz-Josef gibt es nicht mehr viele in Berlin.
Mit dem Karl-Theodor dürfte sie sich gewaltig verrechnet haben. Er
scheint der Typ zu sein, der im Untergang noch so viele mitreißt, wie er
mitreißen kann - ein richtiger Selbstverteidigungsminister.
Veröffentlicht
am 16.12.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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"Legion
KUNDUS" wäre der treffende Name
Die
Bundeswehr führt in Afghanistan Krieg, das ist inzwischen Fakt. Noch
schlimmer: Sie tötet gezielt und außerhalb des eigentlichen Auftrages.
Das wirft die Frage auf, ob sich unter unserem Minister für
kriegsähnliche Handlungen Jung die Ziele
bereits anders darstellten als vom Bundestag abgesegnet. Der amtierende
Kriegsminister zu Guttenberg bekannte sich bereits dazu, dass es sich um
einen Krieg handelt und nicht um eine Verteidigung. Die Bombardierung rund
um die beiden Tanklastzüge war quasi eine "Vorwärtsverteidigung", wie man sie bisher nur von den Israelis und uns
Deutschen im Zweiten Weltkrieg kennt. Oder geht es beim
Afghanistan-Einsatz schlicht nur um die
Erprobung von Waffen und Strategien im Ernstfall, wie es einst bei der
Legion Condor der Fall war? Dann sollte man die Deutsche ISAF-Truppe auch richtig
bezeichnen. Was jetzt nach und nach ans Tageslicht kommt, ist nur schwer
mit dem Grundgesetz vereinbar. Was geht also wirklich in Berlin vor? Ein
Untersuchungsausschuss soll die Sache nun aufklären.
Tagtäglich
sehen wir die Bilder und die Luftüberwachungsaufnahmen, die den
Luftschlag belegen und lesen immer mehr Details aus mehreren Berichten,
die zeitnah das Bundesverteidigungsministerium, das Kanzleramt und das
Außenministerium erreichten. Nun ist die Frage, wer was wann wusste und
ob der Befehl, den Oberst Klein gab, nicht mit einer geänderten Strategie
von allerhöchster Stelle korrespondiert, die kurz vor der Aufklärung zu
stehen scheint. Was weiß der damalige Bundesaußenminister Steinmeier? Er
hält sich völlig bedeckt, wie auch die gesamte SPD. Grüne und die
Linkspartei treiben momentan den Prozess, der eigentlich alle Demokraten
auf den Plan rufen müsste..

Es
dürfte inzwischen allgemeine Erkenntnis sein, dass die sich in
Afghanistan im Einsatz
befindlichen Truppen nur dann wieder absetzen können, wenn die Taliban besiegt
ist. Das Erreichen dieses Ziels erscheint allerdings mehr als fraglich. Auf
der anderen Seite wäre es für bestimmte Kreise in Deutschland sehr
werbewirksam, wenn den Deutschen Truppen ein ganz wesentlicher Schlag gelingen
würde, der allen anderen Nationen bisher nicht gelungen ist. Deutsche Kriegskunst
und
Deutsche Waffentechnik wären wieder äußerst gefragt und würden in
mehrerlei Hinsicht neue
Möglichkeiten eröffnen. So gesehen könnten unsere Soldaten vor Ort auch
für Interessen der Waffenlobby missbraucht werden. Schon heute ist die
BRD weltweit drittgrößter Waffenlieferant.
Wie
bringt man eigentlich eine Truppe dazu, über ihr Mandat hinaus tätig zu
werden?
Die
westliche Welt sah sich während des Einsatzes der Truppen der Sowjetunion
noch moralisch auf der richtigen Seite, als sie die Taliban in ihrem Kampf
unterstützte. Noch heute verfügen die Taliban über westliches
Waffenmaterial und profitieren von der Ausbildung, die sie erhielten. Nach
dem bewussten 11. September sah man die Ausbildungslager der Taliban
plötzlich anders und es galt nun, den Terrorismus zu bekämpfen. Amerikas
Verbündete sahen sich reihenweise verpflichtet, sich an den
Kampfhandlungen in Afghanistan zu beteiligen.
Die
Bundeswehr als angeblich reine Verteidigungsarmee sollte sich am
Wiederaufbau der Infrastruktur beteiligen und entsandte Truppen, die den
friedlichen Einsatz absichern sollen. Das zahlenmäßige Verhältnis der
beratenden und der für den eigenen Schutz eingesetzten Soldaten ist in
Prozent gar nicht auszudrücken. Man redet von nur drei Personen, die rein
zivile Aufgaben haben.
Ganz
entgegen der Annahme, man würde mit offenen Armen empfangen, traten sie
ihren Dienst an und wurden bitter enttäuscht. Täglich sind sie Angriffen
ausgesetzt und sie werden in Hinterhalte gelockt, fahren auf Minen und
geraten in Sprengfallen, wenn sie für Ruhe und Ordnung sorgen wollen. Das
zehrt an den Nerven und jeder Bundeswehrsoldat, der in Afghanistan sein
Leben lässt, ist ein Soldat zu viel. Viele Soldaten leben in ständiger
Angst und leiden nach Beendigung ihres Einsatzes unter schwersten
Verhaltensstörungen. In der Heimat salbadern derweil unsere Politiker
herum und denken gar nicht daran, dieses Szenario "Krieg" zu
nennen. Der Einsatz der Soldaten und ihre Handlungsweise scheint sogar -
zumindest informell - dazu geeignet, die Wähler zu belügen und zu
betrügen, um damit Wahlergebnisse zu beeinflussen. Doch es gibt längst
Informationsquellen im Internet, die von Deutschen Soldaten betrieben
werden und die das wahre Gesicht der dortigen Einsätze zeigen.
Als
Soldat kann man eigentlich nur durchhalten, bis der jeweilige Wahnsinn
beendet ist oder man muss sich offensiv darum kümmern, dass die
permanente Bedrohung ausgeschaltet wird. Letzteres schien Oberst
Klein und seiner Truppe infolge des Dauerstresses schon länger im Kopf
herum zu schwirren. Wahrscheinlich kam die veränderte Strategie des
gnadenlosen Durchgreifens, von der jetzt die Rede ist, genau zum richtigen
Zeitpunkt und die eroberten Tanklastzüge waren der passende Anlass,
gnadenlos und vernichtend zuzuschlagen. Die Sache bekam eine Eigendynamik
und Kommunikationsmängel mit den "Verbündeten" könnten zum
Eklat geführt haben. Ich könnte sogar eine gewisse Genugtuung der Truppe
über den "Erfolg" verstehen, wenn man bedenkt, dass sich hinter
jedem Afghanen ein Taliban-Krieger verstecken kann und es ihnen womöglich
egal war, wer in diesem Zusammenhang vernichtet wurde. Wer trennt in einem
solchen Moment schon zwischen guten Afghanen und Terroristen? Hinterher
ist man allerdings schlauer.
ISAF-Truppen
sind nur die Werkzeuge ihrer Regierungen
Wer
trägt nun wirklich die Schuld am Massaker von Kundus? Militärs führen
nur Befehle aus oder bewegen sich innerhalb Handlungsspielräumen, die man
ihnen einräumt. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass die
Öffentlichkeit erfährt, was exakt angewiesen war und wie groß der
Handlungsspielraum der Truppe war. Danach muss überprüft werden, ob sich
die dafür verantwortlichen Politiker ans Grundgesetz und die
Parlamentsbeschlüsse hielten. War das nicht der Fall, muss hart
durchgegriffen werden, damit in Zukunft kein willkürliches Morden mehr
vom Militär ausgeht und sich auch die Bundeswehr im Rahmen der
Rechtsordnung bewegt. Was allerdings fehlt, ist ein gültiges Kriegsrecht,
weshalb man auch dem Wort "Krieg" ständig aus dem Weg geht.
Unsere Bundeswehr braucht klare Verhältnisse und muss wissen, wann sie
sich international im Krieg befindet. Das gilt für die Piratenbekämpfung
genauso wie für die Patrouillen im Mittelmeer und an anderen
Brennpunkten. Ansonsten sollte man die Jungs lieber zuhause lassen.
Veröffentlicht
am 14.12.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Aus
der Schuldenfalle kommen wir nie mehr heraus
Der
Maintaler Haushalt 2010 steht vor der Verabschiedung. Was am Montag, dem
14.12.2009 auch immer beschlossen wird, es ist die gleiche Prozedur wie in
jedem Jahr. Auch wenn das Defizit noch so groß ist, Haushaltsposten
werden nur noch umgeschichtet und Beträge marginal verändert. Unter dem
Strich ist das Defizit unverändert groß. Das soll keine Schelte sein,
nur eine sachliche Feststellung. Wo kein Geld ist, kann man nicht
gestalten, es sei denn, auf Kosten der Nachfolgegenerationen. Maintal
befindet sich im Verschuldungstaumel. Diesmal aber mit Billigung der
Aufsichtorgane, denn bundesweit sind Schulden von oben herab verordnet.
Wie lange das noch gut geht, ist eine gute Frage.
Man
hat den Eindruck, dass alle Zahlen mindestens eine Null mehr bekommen
haben, nur die Einkünfte nicht. Heute werden Beträge in den Mund
genommen, die vor einiger Zeit noch nicht einmal denkbar gewesen wären.
Die Älteren unter uns denken dabei an den letzten Weltkrieg, der Unsummen
öffentlicher Gelder verschlang, so dass die Feldzüge Beutezüge und eine
Zwangsfolge der Staatsfinanzen wurden. Fremde Länder wurden gnadenlos
ausgebeutet, um Staatsschulden bei den Banken zu begleichen. Auch die
Vernichtungslager dienten der Einnahmenseite des Staates. Banken
übernahmen die Verwaltung des schmutzigen Goldes, das noch heute in der
Schweiz lagert. Der Staat holt sich zu allen Zeiten das Geld - woher,
scheint egal zu sein.
Heute
leben wir in Zeiten ohne kontinentale Kriege, die uns betreffen. Das
Finanzierungssystem des Krieges funktioniert jedoch auch heute. Die Banken
finanzieren den Staat, der wiederum die Banken zu ihren Gewinnen verhilft.
Heute werden keine Länder mehr erobert, sondern Firmen und Konzerne
übernommen, Menschen auf die Straße gesetzt und der Verarmung
ausgesetzt, Ersparnisse geplündert, Sicherheiten verzockt und sich aus
dem Staatstopf nach Belieben bedient. Es ist ein Krieg zwischen Reich und
Arm, Jung und Alt, Eliten und dem Volk. Das Schmieröl im gesamten
Getriebe sind unsere Volksvertreter, die längst ihre Unabhängigkeit
verloren haben. Jeder trachtet völlig kurzsichtig nur nach dem besseren
Ende der Wurst.
So
gesehen ist die Situation in der wir uns befinden aussichtslos. Es ist in
Politik und Wirtschaft wie in der Natur, wenn die natürlichen Feinde
fehlen - die Populationen entwickeln sich unkontrolliert. In der
Natur greifen Jäger immer wieder ein und reduzieren den Wildbestand so,
dass die Natur wieder im Gleichgewicht ist. Ein solches Korrektiv fehlt in
unserer Gesellschaft. Da ist es ja direkt günstig, dass die
Bevölkerungszahlen der BRD stagnieren. Ansonsten würden nur Kriege und
Volksseuchen die zu versorgenden und zu verwaltenden Menschen dezimieren,
wie in den beiden Weltkriegen.
Es
ist schon schlimm, dass die demografische Entwicklung zeigt, dass wir
immer stärker überaltern. Da braucht man gerade noch das Gespenst der
Überschuldung und des zwangsweisen Abbaus sozialer Leistungen. Was ist
aber zu tun?
Nachdem
der Sozialismus genauso scheiterte wie der Kapitalismus, ist guter Rat
teuer. Wenn wir wenigstens eine soziale Marktwirtschaft hätten. Die hat
man aber auch abgeschafft. Wie würde es eigentlich jeder vernünftige
Mensch machen? Er würde mit einer Armbewegung reinen Tisch machen und
alles hinwegfegen, was ihn in den Ruin treibt. Danach wäre ein ehrlicher
Neubeginn auf allen Ebenen angesagt.
Man
könnte es ja mal in den Kommunen probieren, indem man alles infrage
stellt, was entbehrlich und unausgewogen ist. Jede Facette müsste Kosten
und Nutzen gegenüber stellen. Danach müsste man sich die Frage stellen,
was wir uns davon eigentlich leisten können. Bei den kommunalen Umlagen
müsste eine Deckelung erfolgen, damit auch Haushalte schlüssig bleiben.
Gegen Vorhaben übergeordneter Regierungen müsste vorgegangen werden,
wenn sie den kommunalen Haushalt belasten. Zudem müsste sich die Kommune
darauf einrichten, gewinnträchtige Investitionsvorhaben in eigener Regie
zu betreiben und eine schlüssige Infrastrukturplanung zu betreiben. Das
Geld liegt auf der Straße, die Investoren heben es pausenlos auf! Man
muss an den Ursachen drehen, nicht allein an den Symptomen.
Veröffentlicht
am 12.12.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Ersatz
für Straßenbeitragssatzung geplant
Der
Maintaler Haushaltsentwurf für 2010 weist eine Unterdeckung von 8,6
Millionen € auf und die Beratungen der Fraktionen sind entsprechend
schwierig. Diesem enormen Defizit kann man nur mit einer Menge von
Einzeleinsparungen oder weit gefächerten Mehreinnahmen begegnen. Der
Magistrat schlägt als größte Erhöhung der Einnahmen eine Grundsteuererhöhung
um 70 Punkte vor, die bereits von der CDU-Fraktion unterstützt
wird. SPD und WAM lehnen diese Maßnahme als unsozial ab. FDP und
Grüne bekundeten Bauchschmerzen. Die Fraktionen stehen noch unter dem
Eindruck der Bürgerreaktion und der anschließenden Rücknahme der
Straßenbeitragssatzung. Nun ruft die SPD die Öffentlichkeit auf, erneut
Druck auszuüben. Doch wo ist die Reaktion der BI gegen die
Straßenbeitragssatzung?
Warum
die BI gegen die Straßenbeitragssatzung gefragt ist
Als
es um die Abschaffung der Straßenbeitragssatzung ging, stand
bereits die Erhöhung der Grundsteuer als Alternative zur Diskussion.
Beide Maßnahmen wären nachhaltig und sichern der Stadt regelmäßige
Einnahmen. Bei der Straßenbeitragssatzung wäre es zu zeitlich entzerrten
hohen Einnahmen gekommen und die Kosten wären für die Immobilienbesitzer
nicht mietumlagefähig
gewesen. Dieses Detail vermieden die Teilnehmer der Bürgerinitiative
jedoch in der Argumentation, denn man wollte sich nicht dem Verdacht
aussetzen, einseitige Interessen zu vertreten.
Genau
das war aber der Fall, wie man jetzt sieht, denn die geplante
Grundsteuererhöhung scheint die ehemaligen Mitglieder der inzwischen
aufgelösten Bürgerinitiative kaum zu berühren. Dabei ist sie als
direkte Vergeltungsmaßnahme für die zurückgenommene
Straßenbeitragssatzung anzusehen. Die BI erklärte bei Auflösung
vollmundig, sofort wieder aktiv zu werden, wenn sich etwas ändere.
Grundsteuer
und/oder Gewerbesteuer?
Ein
weiteres Indiz für einseitige Interessen dürfte sein, dass die Erhöhung
der Gewerbesteuer für kommerzielle Vermieter schmerzlich wäre.
Kommerzielle Vermieter müssten höhere Gewerbesteuern entrichten, was
deren Gewinne schmälern würde. Ist es das, was die Protagonisten der
ehemaligen BI noch mehr fürchten? Es wird interessant sein, wie sie sich
verhalten werden, nachdem die SPD ausdrücklich um Reaktionen aus der
Bürgerschaft bittet. Irgendwann schlägt für alle demonstrativen
Gutmenschen einmal die Stunde der Wahrheit.
Veröffentlicht
am 30.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Die
HESSEN-Connection kommt unter Druck
In
dieser Woche setzen sich die negativen Schlagzeilen für die Hessische CDU
fort, denn nun ist auch Finanzminister Karlheinz Weimar gewaltig
unter Druck. Er wird des Mobbings bezichtigt und aus den
Hintergrundinformationen gehen dubiose Geschäfte hervor, die zumindest
dem Land Hessen hohe Verluste bei gleichzeitiger Begünstigung von
Immobilien-Käufern bescherten. Woraus die Energie für diese Handlungen
geschöpft wurde, ist nur zu erahnen. So langsam kommt der Verdacht auf,
dass eine Art HESSEN-Connection schaltet und waltet, wie es ihr
beliebt. Dabei führen alle Wege wieder irgendwo zusammen. Den Kopf der HESSEN-Connection
kann man ebenfalls erahnen. Karlheinz Weimar ist es
sicherlich nicht.
Einem
Artikel
der Frankfurter Rundschau vom 27.11.2009 kann man äußerst
interessante Details entnehmen, die Jürgen Rauh, ein
ehemaliger Spitzenbeamter des Finanzministeriums, der Presse zuspielte. Im
Artikel ist ebenfalls von einem "System" die Rede, dem
Finanzminister Karlheinz Weimar und Oberfinanzpräsident Mario
Vittoria zugerechnet werden.
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Sorgte
bereits die vorzeitige Ruhigstellung von vier fähigen Finanzbeamten
für großes Aufsehen, so übertrifft der Fall Rauh alles, was
bisher bekannt wurde. Es stellt sogar das Beamtentum infrage, denn
bisher konnten sich die Bürger darauf verlassen, dass Beamte
ausschließlich nach Gesetzen und Dienstordnungen handeln. Nun wird
langsam klar, dass man in einigen Behörden erwartet, dass sie auf
Anweisung politisch tätiger Personen handeln. Jürgen Rauh
hat sich dem widersetzt und deckt nun Vorgänge auf, die ein
gerichtliches Nachspiel haben werden.
Diese
HESSEN-Connection (Annahme,
bis der wahre Namen der Vereinigung bekannt ist)
treibt in Wiesbaden seit der fragwürdig zustande gekommenen
Machtübernahme völlig ungeniert ihr Spiel und findet auf erneuten
Lug und Trug immer neue Mitglieder, die das System am Leben
erhalten. Die Wiederwahl Kochs spricht eine eigene Sprache. Wahlen
konnten daran nichts ändern, weil die Strukturen scheinbar bereits
in mehrere Parteien hinein reichen. In Behörden schalten und waltet
die Connection offensichtlich nach Belieben. Selbst bis nach Berlin
reicht die Einflussnahme des fragwürdigen Systems. Was
muss denn noch alles passieren, bis die Öffentlichkeit aufwacht? |

Finanzminister
Weimar |
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Das
Interessante daran ist, dass die CDU als Deckmantel und Schutz dient, denn
gemäß § 129 StGB Bildung einer kriminellen Vereinigung ist die
Verfolgung solcher Gebilde ausgeschlossen, wenn es sich dabei um eine
politische Partei handelt. Im Fall Rauh und dem Umgang mit den vier
Finanzbeamten arbeiteten offensichtlich mehrere Personen auf Anweisung
Hand in Hand. Wenn sich jetzt auch noch herausstellt, dass die
Handlungsweisen des Hessischen Finanzministers und seiner Helfer in
Begünstigungen Dritter mündeten, wäre eigentlich Handlungspflicht
gegeben. Doch wer weiß, wie weit der Arm der HESSEN-Connection
bereits reicht.
Veröffentlicht
am 28.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Franz
Josef Jung sieht ganz alt aus
Roland
Koch leistete der Bundesrepublik mit der Installation von Franz
Josef Jung in Berlin einen zweifelhaften Dienst, das wird
inzwischen immer deutlicher. Normalerweise werden die fähigsten Köpfe
und die untadeligsten Personen einer Partei in die Regierung geschickt.
Die Hessische CDU hat damit scheinbar große Schwierigkeiten, weil ihnen
entweder die fähigen Köpfe fehlen oder die Auswahl nach ganz anderen
Kriterien getroffen wird. Im Fall Jung könnte das sein, weil er mit
seiner Aussage im CDU-Spendenskandal den Kopf von Roland Koch
rettete. Nun hat er peinlicherweise schon wieder nicht alles mitbekommen,
was in seinem Umfeld passierte. Ist das ein Zufall, die Folge von
Überforderung oder hat die Methode System. Selbst Bundeskanzlerin Angela
Merkel war das Unbehagen darüber deutlich anzumerken. Hoffentlich
ist sie sich dessen bewusst, wer ihr das Ei ins Regierungsnest gelegt hat.
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Der
inzwischen mehrfach gescheiterte Franz Josef Jung (CDU)
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Im
Bundestag ging es am 26. November 2009 hoch her als der gesamte
Fragenkomplex um den gezielten Bomben- angriff in Afghanistan auf den
Tisch kam. Dabei stand das Verhalten der Truppe gar nicht im
Vordergrund, sondern die Ereignisse im Verteidigungsministerium.
Jung erbat sich eine Pause aus, um die Unterlagen noch einmal zu
studieren, die ihm nun zum Verhängnis werden. Nach der ihm
eingeräumten Bedenkzeit erklärte er, dass er sich nichts
vorzuwerfen habe. Er habe die nun bekannt gewordenen Dokumente zwar
in der Hand gehabt, diese jedoch sofort ungelesen
weitergeleitet.
Minister
oder "Herr Weiterleiter"?
Es
ist auch nach Ansicht vieler Bundestagsabgeordneter nicht
akzeptabel, dass ein Minister wichtige Dokumente nicht liest, ehe er
sie weiter gibt. Das ist sogar verdächtig. |
Könnte
bei Jung die Ansicht vorherrschen, dass man bestimmte Dinge nicht
vollinhaltlich zur Kenntnis nimmt, damit man später behaupten kann, man
hätte von nichts gewusst? In Hessen funktioniert so etwas ja bestens,
warum also nicht auch in Berlin?! Die Einrichtung eines
Untersuchungsausschusses scheiterte an nur wenigen Stimmen. Nun muss er
sich noch etlichen Fragen des Verteidigungsausschusses stellen, ehe die
Sache von der Kanzlerin wahrscheinlich unter den Tisch gekehrt wird. Wenn
das geschieht, ist das aber ein deutliches Zeichen an Roland Koch,
dass die Kanzlerin endlich die Nase voll hat und nur auf den passenden
Moment zur Kabinettsumbesetzung wartet. Jetzt muss man noch Stärke zeigen
und damit etliche Minuspunkte beim Wähler in Kauf nehmen.
Viel
interessanter ist die Frage, ob das Bauernopfer von Schneiderhahn und
Wichert gerechtfertigt war. Diese Herren haben sicher nicht einen Fehler
der Truppe vertuschen wollen, sondern sich politisch vermutlich wie
bestellt aber ungeschickt verhalten. Afghanistan ist ja so weit weg und
wer kann hier schon nachvollziehen, was wirklich passierte? Das war der
entscheidende Irrtum. Irgendwann kommt jedes Detail ans Licht und das
Hessische System Koch funktioniert nicht überall. Der Nachfolger von Jung
im Amt verfolgt eine konsequente Linie und macht den Sinn des
Truppeneinsatzes in Afghanistan glaubhaft. Er reagierte darauf, dass man
die bisherige Informationspolitik auch an ihm ausprobierte und zog sofort
Konsequenzen. Das lässt ihn zunehmend zu einem politischen Schwergewicht
werden, denn die meisten Bundesbürger respektieren sein Vorgehen.
Für
Leute wie Jung ist so langsam die Zeit des Abschieds von der großen
politischen Bühne gekommen. Er will es nur noch nicht wahr haben. In
Hessen dürfe er auch keine große Zukunft mehr haben. Bleibt ihm nur noch
der Weg nach Brüssel und Straßburg, wo alle unliebsam aufgefallenen
Politiker landen. Franz Josef Jung sieht momentan wirklich
ganz alt aus - und das ist gut so!
Ergänzung
vom gleichen Tag:
Jung
zurückgetreten
So
schnell kann es gehen! Heute morgen spekulierte ich noch mit dem
Zeitpunkt, zu dem das Spiel für Franz Josef Jung aus ist
und noch am gleichen Tag nahm er seinen Hut. Es war also der Kanzlerin
schon gestern genug und sie gab dem gescheiterten Schwachpunkt im Kabinett
noch eine Nacht, um sich ehrenhaft aus dem Amt zu verabschieden. Diese
Nacht muss sehr kurz gewesen sein, denn von einem ehrenhaften Schritt kann
nun ganz und gar nicht die Rede sein. Er begründete nämlich seinen
Schritt ausschließlich mit den Fehlern in der Führungsetage des
Verteidigungsministeriums, nicht aber mit seinem dilettantischen Verhalten
bei der Bearbeitung hochbrisanter Informationen. Das zeigt die wirkliche
menschliche Größe von Jung, die nur noch mit der seines Männerfreundes
in Wiesbaden und deren Sympathisanten verglichen werden kann.
Roland
Koch ist seinerseits inzwischen in einen neuen Skandal um die
Besetzung des Postens des ZDF-Chefredakteurs verwickelt, wobei er sich an
die Spitze der inzwischen recht schwachbrüstigen und abgehalfterten
CDU-Vertreter im Verwaltungsrat setzte und so einen unzumutbar heftigen
Eingriff in die Unabhängigkeit eines öffentlich-rechtlichen Senders
vornahm.
Die
CDU marschiert mit Riesenschritten auf ein Meinungstief zu, das sie sich
mit derartigen Politikern und dem Umgang mit der FDP einhandelt. Die Union
ist dabei, sich selbst zu demontieren. Daran ändern auch hoffnungsvolle
Umbesetzungen im Kabinett nichts mehr.
Veröffentlicht
am 27.11.2009, ergänzt am 27.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Gegen
Ignoranz und weitreichende Folgen
Am
Mittwoch, dem 25. November 2009 kamen interessierte Bürger im Maintaler
Rathaus zusammen, um sich über die Auswirkung von Strahlungen auf den
menschlichen Körper zu informieren. Professor Guido Zimmer
und Otto Einsporn von der Mobilfunkgruppe der Lokalen Agenda
Maintal informierten über die Auswirkungen zunehmender Strahlenbelastung
auf den menschlichen Körper. Es fiel auf, dass sich außer
Stadtverordneten der SPD keine weiteren Kommunalpolitiker für dieses
Thema interessierten, selbst die zuständige Fachabteilung glänzte durch
Abwesenheit. Dabei wären gerade sie es, die sich von Amts wegen an die
Spitze der präventiv tätigen Personen stellen müssten. Einmal mehr
wurde in diesem Abend deutlich, dass dieses Thema bewusst verdrängt wird
und die einseitige Informationspolitik der Mobilfunkbetreiber voll
durchschlägt.

Wesentliche
Erkenntnis und Ansatzpunkt, wie man aus dem Dilemma kommt, war die
zukünftig bessere Ansteuerung und der ausgewogene Fluss staatlicher
Mittel für Bildung, Forschung und Entwicklung. Die Mittel fließen bisher
überproportional zu neuen Technologien und lukrativen technischen
Innovationen und die Forschung der damit verbundenen medizinischen Risiken
sowie der Erarbeitung richtiger Konzepte zur Prävention werden sträflich
vernachlässigt. So konnte die Atomenergie seelenruhig mit der Produktion
radioaktiven Mülls beginnen und bis heute liegt noch kein wirklich
sicheres Konzept zur Lagerung und Vernichtung vor. Bei der Entwicklung
strahlungsintensiver Techniken, von denen der Mobilfunk nur eine Facette
darstellt, verfährt man genauso und verschiebt die Prävention auf den
Sankt Nimmerleinstag.

Besonders
ärgerlich ist, dass die Branchen, die sich mit Innovation und Technik
befassen, einen Teil der ihnen zufließenden staatlichen Mittel in den
oberen der oben abgebildeten Bereiche fließen lassen, um die wenigen
Forschungen, die diesbezüglich betrieben werden, auch noch zu ihren
Gunsten aussagen zu lassen. Das spiegelt sich in vielen
"Gutachten" und einseitiger Stellungnahmen führender
Wissenschaftler wider, die sich indirekt auf der Gehaltsliste der großen
Konzerne befinden.
Professor
Guido Zimmer und Otto Einsporn zitierten eine
ganze Reihe von Untersuchungsberichten und Erhebungen, die belegen, dass
sich das Krebsrisiko im Einflussbereich intensiver Mobilfunkstrahlung
deutlich erhöht und besonders die Leukämiehäufigkeit gravierend ist.
Zahllose Menschen, die auf Elektrosmog besonders stark reagieren, leiden
unter einer ganzen Reihe von Beschwerden, die oft nur durch einen
Wohnortwechsel behoben werden können.
Es
wurde deutlich, dass das Vorgehen staatlicher Organe, das erheblich von
Lobbyisten geprägt ist, der falsche Weg ist. Man sucht seit über einem
Jahrzehnt angeblich nach den schlüssigen wissenschaftlichen Beweisen für
die Schädigung menschlichen Gewebes durch Strahlung und lässt
ungeschützt zu, dass die Verbreitung dieser Techniken mit unglaublicher
Dynamik betrieben wird. Dabei gibt es genügend Anhaltspunkte für
berechtigte Annahmen.
In
diesem Zusammenhang kann das Beispiel des Arztes Dr. John Snows
aus dem Jahr 1854 eine gute Hilfe sein. Als in London die Cholera wütete
und viele Menschen starben, weil es noch keine Medikamente zur Bekämpfung
der Krankheit gab, zeichnete der Arzt alle Cholerafälle auf einer Karte
ein und ermittelte, dass die größte Häufigkeit im Bereich eines
bestimmten Brunnens der Stadt auftrat. Auf sein Intervenieren schloss die
Stadt London den Brunnen, die Cholera ging zurück und war am Ende
besiegt.
Genau dieses Verfahren wenden derzeit zahllose Ärzte an und
stellen einen direkten Zusammenhang mit Mobilfunksendeanlagen her, doch
die Verantwortlichen unternehmen nichts. Erst wenn die Vermieter von
Senderstandorten Druck aus der Öffentlichkeit spüren und geschäftliche
Einbußen drohen, erfolgen Reaktionen. Im Kampf um eine schonende
Versorgung mit Mobilfunk sind Ignoranz und Verharmlosung die größten
Gegner. Die Mobilfunkbetreiber pumpen über Werbung und flankierende
Maßnahmen Unsummen ins meinungsbildende Umfeld. Dagegen scheint kein
Kraut gewachsen.
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Otto
Einsporn verwies auf eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit
denen Nutzer von Handys oder schnurlosen Telefonen die Wirkung der
Strahlung verringern können. Man wolle ja die neue Technik
nicht abschaffen, sondern nur deren Gefahren minimieren.
Die Diskussionen verliefen sehr engagiert und am Beispiel einer
Besucherin, dies sich als Physikerin ausgab, wurde die Kluft
zwischen den Wissenschaften deutlich. |
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Besonders
deutlich wurde das Unverständnis hinsichtlich des Grundanliegens der
Veranstaltung. Da die Art des Austausches der Argumente die Veranstaltung
störte, verließ sie vorzeitig die Veranstaltung. Das ist aber
symptomatisch für die gesamte Problematik - man redet ständig aneinander
vorbei und kommt auf keinen gemeinsamen Nenner.
Die
Veranstaltung zeigte aber auch, wie sehr heute Veranstaltungen vom Einsatz
von Medien und einer gewissen Performance abhängig sind. Beides hätte
dynamischer sein können. Dafür profitierten die Anwesenden von der
geballten Berufs- und Lebenserfahrung von Prof. Zimmer, dessen Engagement
ausschließlich dem Schutz der Bürger gilt. Das können nicht viele
Maintaler und Personen von sich behaupten, die angeblich zum Wohl der
Bürger politisch tätig sind. Sie glänzten durch Abwesenheit.
Veröffentlicht
am 26.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Für
immer gebrandmarkt
Immer
mehr Personen lassen sich als zum System Koch gehörend
stigmatisieren und verlieren somit das letzte Fünkchen Achtung, das ihnen
Mitbürger vielleicht noch entgegen brachten. Jetzt hat es auch Carmen
Everts getroffen, die zusammen mit drei weiteren SPD-Mitgliedern Roland
Koch erneut auf den Chefsessel des Hessischen Ministerpräsidenten
verhalf. Auf äußerst fragwürdige Art wurde ihr mit Hilfe des Votums von
4:1 Stimmen der CDU-Mitglieder einer Auswahlkommission ein hochdotierter
Posten bei der Landeszentrale für Politische Bildung in Wiesbaden
zugeschanzt. Dieser Posten und das dazugehörige Arbeitsgebiet war zuvor
exakt auf das wissenschaftliche Spezialgebiet von Carmen Everts
zugeschnitten worden, so dass berechtigterweise gemutmaßt wird, dass die
Ausschreibung ebenfalls auf Carmen Everts zugeschnitten war. Nicht
nur in SPD-Kreisen sieht man das als Belohnung von höchster Stelle
Hessens.
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Als
"System Koch" wird die Vorgehensweise bei der
Rettung des amtierenden Ministerpräsidenten aus scheinbar ausweg-
losen Situationen angesehen, der mit einer kurzen zeitlichen
Verzögerung eine Begünstigung der Retter folgt. So wurde nach den
Aussagen zum Hessischen Spendenskandal der CDU der damalige
Abteilungsleiter Franz-Josef Jung (CDU) plötzlich
Verteidigungsminister der BRD, obwohl ihm viele Experten das nötige
Format absprechen. Jetzt ist er Arbeitsminister und seine
Alterssicherung dürfte inzwischen extrem hoch dotiert sein. Wenn
das mal kein spendables Dankeschön ist!
Manfred
Kanter musste gar vor Gericht den Sündenbock in gleicher
Affäre mimen, womit sein bis dahin exzellenter Ruf dahin war. Als
er sich in anderer Sache eine Bewährungsstrafe einhandelte, die ihn
seine Pensionsansprüche gekostet hätten, wurde das Urteil auf
seltsame Weise in eine Geldstrafe umgewandelt und die
Altersversorgung gerettet.
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Auch
hier wird immer wieder vermutet, dass hohe Stellen ihre Finger im Spiel
hatten.
Nun
erhält Carmen Everts (SPD), die zusammen mit drei anderen
SPD-Mitgliedern verhinderte, dass Andrea Ypsilanti neue
Ministerpräsidentin wurde, mit einem auf sie zugeschnittenen Posten
belohnt. Damit wurde ihr nicht nur der Stempel einer belohnten
Abtrünnigen aufgedrückt, sondern die damaligen Mitstreiter kommen erneut
ins Gerede. Hier warten viele Kritiker schon einige Zeit auf Nachrichten,
die die Frankfurter Fughafengesellschaft oder E.ON in Zusammenhang mit dem
parteiinternen Putsch bringen und sich erkenntlich zeigen.

Es
ist zu vermuten, dass neben diesen exemplarisch herausgegriffenen
Beispielen noch andere Begünstigungen existieren, denn warum sollte das
anders sein? Unter dem Strich bleibt die Frage, wie lange diese dubiosen
Machenschaften noch gut gehen. Wie sicher kann sich Roland Koch
fühlen, dass nicht einer seiner jetzigen Gefolgsleute ausschert und Licht
ins gesamte System Koch bringt? Solange darf er sich immer noch in der
Unschuldsvermutung suhlen, die unser Rechtssystem jedem gönnt, dem keine
Schuld hundertprozentig nachgewiesen werden kann.
Es
gab Politiker in unserem Land, für die bereits die leiseste Vermutung
einer strafbaren Handlung oder eines Amtsmissbrauchs Grund genug war, von
selbst aus dem Amt zu scheiden, weil sie das ihrem Ruf schuldig waren. Das
trifft aber auf diesen Ministerpräsidenten nicht zu, der noch nicht
einmal die Konsequenzen aus der Tatsache zog, dass ihn die Mehrheit der
Wähler abgewählt hatte. Es ist auch seinem FDP-Männerfreund Jörg-Uwe
Hahn zu verdanken, dass er erneut in dieses Amt gelangte. Es
müsste mit dem Teufel zugehen, wenn der nicht auch in einigen Jahren
Minister in Berlin werden würde. Und es gibt immer noch genügend Leute,
die Roland Koch bereitwillig huldigen!
Veröffentlicht
am 25.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Mut
zur Wahrheit oder Notwendigkeit brutalstmöglicher Bewusstmachung?
Der
Präsident des Landesrechnungshofs, Manfred Eibelshäuser
aus Maintal-Hochstadt lobte entsprechend eines Artikels in der FAZ vom
21.11.2009 den Mut der Hessischen Landesregierung, von der kameralen
Buchführung auf die kaufmännische Buchhaltung umgestiegen zu sein. Der
Unterschied beider Verfahren besteht darin, dass die kamerale Buchführung
(auch Doppik genannt) ausschließlich dem Nachweis der Verwendung von Haushaltsplänen dient, während die kaufmännische Buchhaltung
Aufwendungen, Erträge und und das Vermögen ermittelt, um Gewinne und
Verluste sichtbar zu machen. Wie notwendig der Umstieg vom seit 1792
eingeführten Bilanzsystem für Verwaltungen war, zeigen die Zahlen, die nun bekannt sind.
Es fehlen zum ausgeglichenen Haushalt Hessens 58 Milliarden €. Endlich herrscht
Transparenz, was sich Hessen wirklich leisten kann und was nicht. Mit
diesem Wissen möchte man "Zukunft gestalten".
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Wie
überfällig der Umstieg war, sieht man auch am Haushalt Maintals
für 2010, der ebenfalls mit der neuen Buchführung einher geht.
Auch hier erkennt man, dass sich Maintal nie um kaufmännisches
Denken bemühte, weshalb man viele Werte vergammeln ließ und falsche
finanzielle Schwerpunkte setzte, weil die Zahlen der Doppik nicht
aussagefähig waren. So wurde es versäumt, Rückstellungen aus
Abschreibungen zu bilden, damit Gebäude und Sachwerte erhalten
werden konnten. Nun werden die Straßen und Gebäude mit Zuschüssen
aus dem Konjunkturpaket saniert, an die man aber nur gelangt, wenn
man selbst tief in die Tasche greift oder sich noch höher
verschuldet.
Die Folge: Eine
plötzlich sichtbare Unterdeckung von 8,5 Millionen
€ allein in Maintal.Doch zurück zum Land Hessen. Die
Neuigkeiten werden sogleich mit der Weisheit abgemildert,
dass HESSEN ebenso wenig pleite gehen könne wie eine Kommune. Das beruhigt doch
sehr!? Nun weiß man als Bürger, wie es steht, aber es macht
eigentlich nichts!?
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Etwas
strenger wird der Blick des Präsidenten des Rechnungshofes, wenn es
um das Zurückführen der Verschuldung geht. Sparen sei angesagt,
jedoch nur dort, wo man allzu sorglos mit den Steuergeldern umgehe.
Das reicht bei diesem hohen Fehlbetrag aber nicht aus. Bei den Pensionen und Altersbezügen von Beamten ist
nichts zu machen. Hessen verfügt über 85.100 aktive Beamten und 54.000
Versorgungsempfänger, auf die allein 38 der 58 Milliarden
zurückzuführen sind. Diese Ausgaben drücken nach wie vor schwer. Hier
müsste eigentlich langfristig gegengesteuert werden, denn wir können uns
Apparate dieser Größe offensichtlich nicht mehr leisten.
Hier
ist grundsätzlich die Frage erlaubt, was sein muss und was nicht.
Zunächst muss erst einmal jeder Bundesbürger seine Steuern korrekt
bezahlen.
-
Lesen wir
aber gerade nicht wieder in der Zeitung von hochkarätigen Hessischen
Steuerfahndern, die man auf dem Höhepunkt ihrer Erfolge gegenüber der
schweren Steuerkriminalität (nicht einfacher Steuersünden) mit windigen
ärztlichen Gutachten in den Ruhestand schickte?
-
Warum
gerade in Hessen?
-
Wird hier
die Einnahmenseite des Staates nicht bewusst geschwächt?
-
Ist das Heer der
politischen Beamten (Wahlbeamten) überhaupt noch vertretbar, wenn die
Pensionsansprüche für wenige Dienstjahre mit fragwürdigen Leistungen
ebenfalls zum Defizit beitragen?
-
Braucht die Bundesrepublik überhaupt so
viele Bundesländer mit zig-fachen Behörden, Abgeordneten,
Funktionsträgern, die aus unterschiedlichen Töpfen bezahlt werden?
-
Wäre es nicht besser, es gäbe nur noch übergreifend tätige
Bundesbehörden mit örtlichen Außenstellen aber nur einer
Führungsetage?
-
Käme dann nicht das komplette finanzielle Desaster
hautnah dort an, wo die Weichen gestellt werden und man würde auch dort
merken, was sich Deutschland wirklich leisten kann und was nicht?
-
Wäre
damit nicht das Regieren leichter und überschaubarer?
So
aber werden in allen Einheiten nur die Haushaltslöcher separat sichtbar gemacht und deren Größe
beklagt. Auch sei der Nutzen vieler Steuerausgaben nicht mit Zahlen zu
belegen, wie zum Beispiel im Sozialbereich, bei den Schulen und den
Universitäten, meint Ministerpräsident Roland Koch. Was
dort als "Gewinn" zu erzielen sei, sei nicht bezifferbar.
Kein
Wort darüber, welche Werte das Land jährlich vernichtet oder unsinnig
ausgibt. Den Steuerzahlern werden dafür die Daumenschrauben angezogen und
die Politik vertritt inzwischen perfekt die sie finanziell
unterstützenden Interessengruppen. Gewinne werden privatisiert, Verluste
sozialisiert. Wirtschaftspolitik zeigt keine sozialen Züge mehr. Die
Wirtschaft soll "brummen", damit Steuereinnahmen sprudeln.
Das Volk ist
in den Augen der Politiker und der Unternehmer auf der einen Seite eine lästige Masse, die
unsere Sozialleistungen und die Lohnnebenkosten in die Höhe treibt, auf der anderen Seite
der Motor für die Binnennachfrage. Das Volk - eine wabernde Masse,
das von mehr Behörden verwaltet wird, als wir uns leisten können.
Knappes
Geld
ist für den Staat und die Politiker offensichtlich kein Problem. Sie
spielen mit Millionen und Milliarden und generell mit den Zahlen, wie es ihnen in
den Kram passt. In der Finanzkrise haben sie jeden Respekt vor den Nullen
hinter der Eins verloren. Jede Argumentation ist ihnen recht, wenn sie
ihre konjunkturellen Flickschustereien rechtfertigen. Dagegen wirkt der gelegentlich erhobene Zeigefinger eines
Rechnungshofpräsidenten hilflos und beinahe schon lachhaft. Er ist
nämlich bei genauer Betrachtung ebenfalls Teil des Systems
beziehungsweise des aufgeblähten schlecht funktionierenden Apparates.
Wir
kennen jetzt einige Zahlen mehr und wissen, dass sie für die Politik und den
Staat praktisch nichts bedeuten. Wie sagte Roland Koch, den man auf das
Zahlenwerk ansprach? - "Alles gequirlter Quark!" - Na denn...!
Veröffentlicht
am 21.11.2009, geändert am 22.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Racheengel
arbeitet gegen eigenes Lebenswerk
Werbung
geht manchmal seltsame Wege. Das kann seit Mitte November 2009
eindrucksvoll im Maintal TAGESANZEIGER mitverfolgt
werden. Dort wirbt die in Hanau ansässige FAHRSCHULE GOTE für die
Eröffnung der Maintaler Außenstelle, die für den 21. November 2009
angekündigt wird. Das wäre zunächst nicht auffällig, wenn das nicht in
den ehemaligen Räumen der Fahrschule HANSLIK erfolgen würde und
im Anzeigentext spektakulär angekündigt würde, dass "niemand
anderes als die Fahrlehrerlegende Eberhard Hanslik" die
Eröffnungsgäste begrüßt und dort auch zukünftig begrenzt unterrichten
wird. Das wirft Fragen auf, denn die an Tochter und Schwiegersohn vor
einigen Jahren verkaufte Fahrschule zog kürzlich aus und bezog neue
Räume in der Berliner Straße.
Was
ist geschehen und in welchem Gesamtzusammenhang ist das zu sehen?
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Wie
es vielen Unternehmern geht, so ging es auch Eberhard Hanslik
als er sich zur Ruhe setzen wollte. Seine Fahrschule - nach seinen
Aussagen sein Lebenswerk - verkaufte er an seine Tochter und ihren
Gatten, nachdem beide viele Jahre die Fahrschule ganz wesentlich in
verantwortungsvollen Positionen mitbetrieben hatten. Die Fahrschule
sollte in der Familie bleiben. Eine zeitlang
unterrichtete Eberhard Hanslik noch, ehe er langsam
aus dem Tagesgeschäft herausdiffundierte. Als ewig besserwissender
Mensch war die Zusammenarbeit auch recht schwierig geworden. Dann
kam der Tag, an dem er nochmals über den Verkauf der Fahrschule und
die Erbangelegenheiten nachdachte und alles wieder rückabwickeln
wollte, um die Konditionen nach seinem Gutdünken neu zu bestimmen -
ohne Erfolg! |
Das
war natürlich nicht mehr möglich, weil sich die Fahrschule unter neuer
Führung bereits
gravierend weiterentwickelt hatte und Verträge nun mal Bestand haben. Was
folgte, waren Auseinandersetzungen, wie sie nur Patriarchen vom Zaum
brechen können, die sich als das Maß aller Dinge ansehen. Der Höhepunkt
war - quasi als angekündigte Vergeltung - die Kündigung der
Räumlichkeiten der Fahrschule im Backesweg, die später sogar in eine
Räumungsklage mündete. Man einigte sich, weil ein gedeihliches
Miteinander auf dem Grundstück nicht mehr möglich war.
Eberhard Hanslik vermietete
anschließend die frei gewordenen Räume an den größten Konkurrenten in der
Region, die Fahrschule GOTE. Es dürfte höchst strittig sein, ob
die Kündigung vor diesem Hintergrund überhaupt rechtmäßig war, denn es
handelte sich nicht um Eigenbedarf - es wurde nur der Mieter gewechselt.
Möglicherweise steht aber die vorübergehende Beschäftigung Hansliks bei
GOTE im Zusammenhang begründeter eigener Interessen, weil der reine Mieterwechsel
sonst als sittenwidrig gelten
könnte.
Die
"Fahrlehrerlegende Eberhard Hanslik", die sich
gern als Gutmensch darstellt, legt es darauf an, die Existenz der Tochter
und des Enkelkinds aus niederen Beweggründen leichtfertig zu gefährden. Der Umzug der
Fahrschule "fahrwerk hanslik.de" in die Berliner Straße
verschlang bereits einen hohen fünfstelligen Betrag und sein Rachefeldzug
geht scheinbar weiter. Wen wundert es, wenn bereits im kleinen Kreis über die
seltsame Wesensveränderung des Eberhard Hanslik spekuliert wird, denn normal ist es
nicht, dass man mit der Konkurrenz gegen sein eigenes Lebenswerk vorgeht. Das sollte man
wissen, wenn man sich im Rahmen des Angebots der Firma GOTE in die Fürsorge der ehemaligen Maintaler
"Fahrlehrerlegende" begibt. Ob das zum besonders guten Start des
Konkurrenzunternehmens GOTE in Maintal beiträgt, ist höchst zweifelhaft.
Vielleicht ist das dem Inhaber der Firma GOTE gar nicht bewusst oder aber
gar ein Bestandteil des Deals. Seltsame Geschäfte wären das!
Veröffentlicht
am 18.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Der
Nimmersatt will wieder zuschlagen
Der
Maintal TAGESANZEIGER thematisiert am 16.11.2009 einen besonderen
Sachverhalt, der in der Bürgerschaft sicher ähnlich diskutiert wird. Es
geht um das Ansinnen des Deutschen Roten Kreuzes Hanau, der Stadt
Maintal weitere 60.000 € aus den Rippen zu leiern, weil man sich
während der Umbauarbeiten in der Ascher Straße Mehrkosten einhandelte.
Was bei äußerst wohlwollend denkenden Lobbyisten des DRK wie eine Bitte
klingen mag, wird von vielen Bürgern als eine dreiste Aufforderung
angesehen. Es wird vielfach als Unverschämtheit empfunden, Geld
nachzuverlangen, nachdem man bereits mit einer äußerst fragwürdigen
Begründung und 710.000 € aus der Fehlbelegungsabgabe begünstigt wurde.
Das DRK als unverschämter Nimmersatt?
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Maintal
ist für das DRK eine saftige Wiese, die man seit vielen Jahren
sauber abgrast. Fast alle Fraktionen sind dem DRK äußerst geneigt
und sehen darin womöglich eine gute Tat. Wird hier aber nicht
Wohltätigkeit und Gemeinnutz in einer Weise vermischt, die
bereits grenzwertig ist?
Wohltäterimage
und Gewinnmaximierung gehen in einer Art ineinander über, die von
vielen Menschen als unerträglich empfunden wird. Mir geht es
jedenfalls so. Als Angehöriger einer Pflegebedürftigen nehme ich
das KLEEBLATT in Bischofsheim in Anspruch und bin mit der Leistung
sehr zufrieden, auch, weil mir der Vergleich fehlt. Wie sollte ich
direkt am Ort auch besser urteilen, wenn es hier keine Konkurrenz
zum DRK gibt. Diese wird seit Jahren von der Kommunalpolitik mit
allen Mitteln fern gehalten. |
Die
Preise des DRK sind nahe der Beträge ausgelegt, die gerade noch von den
Sozialträgern vergütet werden. Von Wohltätigkeit ist eigentlich nichts
zu spüren. Das DRK beschäftigt vornehmlich Kräfte, die mit Herz und
Seele Altenpflege ausüben. Nach ihren Bezügen möchte ich lieber nicht
fragen. Die werden sich im gleichen Niveau befinden, auf dem auch Kräfte
mobiler Hilfsdienste entlohnt werden. Alles ist in diesem Metier auf den
höchsten Profit ausgelegt und die Konkurrenz ist groß - nur nicht in
Maintal!
Die
Verantwortlichen im Magistrat und im Parlament sollten gut überdenken, ob
sie dem DRK Hanau nochmals 60.000 € nachwerfen, wo das DRK bald schon
wieder wegen des Hochstädter KLEEBLATTS auf der Matte stehen wird.
Irgendwann muss man dem kleinen Nimmersatt auch mal zeigen, dass das Spiel
nicht grenzenlos betrieben werden kann. Auch sollte man endlich mal die
Spendenecke des DRK von den knallharten Business-Strukturen des
Pflegegeschäfts trennen. Das eine hat nämlich mit dem anderen recht
wenig zu tun. Das Pflegegeschäft ist ein expandierender Markt mit eigenen
Gesetzen und keine Spendendose. Außerdem ist aggressives Betteln
gesetzlich untersagt. Das vom Maintal TAGESANZEIGER erwähnte
Schreiben dürfte diesen Sachverhalt bereits erfüllen, weil man offensiv
auf den möglichen Wohltäter zugeht, wie man es auf der Spendenseite
gewohnt ist.
Veröffentlicht
am 01.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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Ist
die Maintaler SPD erneuerungsfähig?
Kommunalpolitik
wird von den meisten Maintaler Bürgern nur noch am Rande registriert. Das
geht durch alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen. Die etablierten
Parteien hängen von der Wählerschaft her noch am Tropf der höheren
Lebenserwartung und profitieren teilweise von alten Wahlgewohnheiten und
einem antiquierten Demokratieverständnis der Älteren. Neue Mitglieder
werben sie kaum mehr an. So sterben die
Ortsvereine großer Parteien langsam aus und haben größte
Schwierigkeiten, bei Wahlen die Listen zu füllen. Es fehlt der Nachwuchs,
der Umbruch und die langfristige Perspektive. Es muss gehandelt
werden - und das recht schnell.
Die
Maintaler SPD beriet am Donnerstag, dem 05. November 2009 über die
Gründung einer Maintaler SPD und die
Auflösung der Ortsvereine. Damit trafen die Erneuerer den Nerv der alten
SPD-Garde, die wie eine dicke fette Haut über der kommunalpolitischen
Milch liegt. Redakteurin Martina Faust vom Maintal
TAGESANZEIGER war Zeuge der Sitzung und fasste die Eindrücke in einem
Kommentar zusammen:

Genau
so kann, ja muss man die Zustandsbeschreibung der SPD in allen Teilen
Maintals sehen. Noch präsentiert sich der Stadtverband Maintal auf seiner
Homepage mit einem Bild, das die Dinge im Fluss zeigt. Meine leichte
Verfremdung des Bildes zeigt den Maintaler SPD-Dampfer mit einer schweren
Schlagseite, die bis in jeden Winkel Maintals zu spüren ist. Schaut man
zur größten Konkurrenz am Ort, der CDU, so macht dort ein neuer Erster
Vorsitzender mit nur 23 Lebensjahren Furore. Das ist zumindest ein
deutliches Signal an die junge Generation, das verstanden wird.

Bei
der SPD gibt es derartige Signale nicht. Hier pflegt man Parteihierarchien
und Erbhöfe vergangener Zeiten sozialdemokratischer Blüte. Die
beharrlichste Erblast in dieser Runde ist Sepp Sigulla,
dessen überzogener Erklärungstrieb generell in einen Redestil mündet, der eloquente
Menschen bis aufs Blut reizt. Natürlich sind es die Wurzeln einer Partei
und frühere Heldentaten wert, dass man sich ihrer gelegentlich
erinnert. Davon jedoch brauchbare Konzepte für die Gegenwart oder die
Zukunft abzuleiten, ist nicht der richtige Weg. Neue Herausforderungen
verlangen nach neuen Lösungen.
Wer
wirkt auf den richtigen Weg in die Zukunft ein?
Der
Wachenbuchener Dr. Jochen Schild hängt zum Beispiel sehr an
seinem Ortsverein und er steht ihm auch beharrlich vor. Als Gegner einer
Gesamt-Maintaler SPD und der Auflösung der Ortsvereine betont er, wie
wichtig eine eigenständige lokale Politik in den Ortsteilen sei. Besucht
man aber die Veranstaltungen, so ist man dort ebenso unter sich, wie die
Genossen in den anderen Ortsteilen. Die Bürger nehmen kaum Notiz von dem,
was die Parteien so von sich geben. Handelt es sich denn nur um eine
selbst empfundene Art von Wichtigkeit? Zumindest meinen viele Bürger,
dass sich die Parteien überwiegend mit sich selbst beschäftigen. Diesen
Eindruck kann auch Alt-Bürgermeister Dr. Walter Unger nicht
wesentlich abmildern.
Ernst
Maul vom Dörnigheimer Ortsverein ist ein brillanter Stratege und
Redner und treibt auch die eine oder andere Idee, über ein
Stadtverordnetenmandat hinaus kam er allerdings auch noch nicht. Bei ihm
spürt man, wo er seine persönlichen Grenzlinien zwischen Politik, Beruf
und Gesellschaft zieht. So hält man sein politisches Engagement eher für
eine exklusive sozial geprägte Laune. Alt-Bürgermeister Erwin
Henkel dürfte nicht mehr allzu aktiv ins neue Gebilde eingreifen.
Seine Erfahrung ist jedoch sehr gefragt. Helmut Wassermann
wird zu den treibenden Kräften gehören, weil das seine Art ist.
Jochen
Späth führt die Bischofsheimer SPD, seitdem Helia
Habibzadeh den Vorsitz niederlegte. Bis heute wurde das den
Bürgern noch nicht einmal mitgeteilt. Helia Habibzadeh
setzte berufliche Prioritäten, nachdem ihr rein politische Prioritäten nicht
mehr allzu opportun erschienen.
Der
"Erneuerer" Späth liebäugelt wahrscheinlich mit einer
entsprechenden Rolle in einer neuen Maintaler Gesamt-SPD und sein
Engagement ist wohl nur zum Teil dem Verlangen nach einer wirklichen
Erneuerung zuzurechnen. Als möglicher Chef einer zukunftsgerichteten
Maintaler SPD fehlt ihm jedoch die Parteijungend und die Mannschaft, der
man eine Erneuerung zutraut. Zudem hat er mit starkem Widerstand von Sepp
Sigulla zu rechnen.
Die
Hochstädter SPD mit Udo Stoppel pflegt eine gemütliche
Vereinsatmosphäre und "liefert" die erforderlichen Kandidaten
für die Listenwahl, beteiligt sich jedoch nicht merklich an
spezifischen Ortsteilthematiken. Zumindest in der Öffentlichkeit
ist die Wahrnehmungsgrenze sehr niedrig. Allenthalben wird Karla
Köllner als rührige Stadtverordnete empfunden, die damit
allerdings in der eigenen Partei einen schweren Stand hat. Karl
Eyerkaufer als Ex-Landrat ist das Hochstädter Vorzeigejuwel,
politisch jedoch sehr vielseitig.
Bleibt
noch die Fraktionsspitze. Karl-Heinz Kaiser konzentriert
sich ganz auf seinen Job in der Fraktion, obwohl er für jede Position die
nahezu beste Lösung wäre. Er hätte auch die Kraft und die Umsicht, die
neue Maintaler SPD zu formen. Allerdings hat er innerhalb der Partei eine
Reihe von Kritiker, die ihm auch in der Vergangenheit den einen oder
anderen wichtigen Schritt versalzten.
Warum
verliert die SPD seit Jahren wichtige Wahlen?
Wenn
man an die verlorenen Bürgermeister- und Stadtratswahlen denkt, so
erinnert man sich zunächst an die jeweiligen Nominierungsveranstaltungen.
Die dortige Stimmung war stets davon bestimmt, dass die Genossen das
Gefühl hatten, nie die beste Auswahl gehabt zu haben und sie aus der
zweiten Wahl die beste Lösung nominieren mussten. Hier haben bereits die
jeweiligen Wahlvorbereitungsausschüsse einen mäßigen Job abgeliefert.
Nach den Nominierungen herrschten die Ermutigungsbekundungen vor. Wie gut
die tatsächliche Unterstützung ausfiel, konnte man beobachten. Viele
"Unterstützer" liefen nur lose im Geschirr mit. Besonders
auffällig war das bei der letzten Bürgermeisterkandidatin.
Das
funktioniert bei der CDU wesentlich besser. Dort ist man vom Kandidaten
wirklich überzeugt, alle ziehen an einem Strang und man sorgt im
politischen Umfeld für die erforderliche Unterstützung. So gewinnt man
Wahlen!
Woher
soll jetzt ein wirklicher Schub kommen?
Die
Erneuerung braucht zunächst einen Jugendlichen als Leuchtturm, wie ihn die
CDU derzeit mit Markus Heber installierte. Es muss ein
Signal sein, das unterstreicht, dass in dieser Partei etwas möglich ist
und die Erneuerung Gewicht hat. Ein Heiko Koch, den man flugs so
einband, dass er jedermanns Lied singen und sich Charisma
handwerklich erarbeiten muss, ist einfach zu wenig. Helia
Habaibzadeh besitzt alles, was man für eine erfolgreiche
Erneuerung braucht. Ihr fehlt jedoch inmitten der vielen Treibanker die
Kraft, das Schiff aus dem zähnen Schlick herauszulösen, damit es wieder Fahrt
aufnimmt. Von den Altgedienten kann man keine besonderen Aktivitäten
erwarten, denn damit würden sie ihr sorgsam behütetet System beseitigen.
Nun
gibt es ja auch noch rührige Genossen, die immer
wieder mit Ideen auffallen, die sich jedoch allesamt in Luft auflösen
oder mangels Mehrheiten scheitern. Sie fühlen sich als Rückgrat der SPD
in Maintal, verschweigen jedoch die politischen Bandscheibenbeschwerden,
die ihnen die Beweglichkeit in Richtung Erneuerung nehmen. Mit ihnen
lässt sich also ebenfalls keine Erneuerung durchführen.
Die
Genossen In Maintal brauchen eine Lichtgestalt und/oder einen
Hoffnungsträger, von dem Kraft und Vertrauen ausgeht, der die alten
politischen und parlamentarischen Praktiken durch Solidität und
diplomatisches Geschick ersetzt. Kurz: Ein Mann oder eine Frau, der oder
die Substanz und eine neue Zukunft verkörpert.
Vielleicht
muss die Maintaler SPD diese Person ja erst noch entdecken und gewinnen!?
Dazu
müssen aber die richtigen Signale von den Verantwortlichen ausgehen.
Demonstrierte
Zerrissenheit inmitten des Umbruchs sind dabei völlig ungeeignet.
Es
wird Zeit, dass die Genossen endlich und mehrheitlich durchblicken.
Veröffentlicht
am 07.11.2009 © Klaus Klee
Internetzeitung
DAS KLEEBLATT www.klee-klaus.de
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